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Wie man sich vor Wildunfällen schützt

Die Wildunfallgefahr wird oft unterschätzt: Durchschnittlich alle sieben Minuten ereignet sich ein Verkehrsunfall mit einem Wildtier in Österreich. Wie man sich effektiv dagegen schützen kann. mehr...

(kunid) Mehr als 76.000 Wildtiere kamen in der Saison 2016/2017 im Straßenverkehr zu Tode. Dies bedeutet, dass sich österreichweit etwa alle sieben Minuten ein Unfall mit einem Wildtier auf Österreichs Straßen ereignet. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit, der österreichische Versicherungsverband VVO und der Dachverband „Jagd Österreich“ haben Überlegungen angestellt, was Autofahrer unternehmen können, dass es gar nicht erst zu Wildunfällen kommt.

Weil sich die Wildunfälle zuletzt gehäuft haben, empfiehlt das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), der österreichische Versicherungsverband VVO und der Dachverband „Jagd Österreich“, zuvorderst besonders achtsam zu sein und in Wildwechselzonen die Geschwindigkeit anzupassen.

Personenschäden bei Wildunfällen

Mehr als 76.000 Wildunfälle werden jährlich in Österreich verzeichnet. Dabei kommen aber sehr oft nicht nur die Wildtiere zu Schaden, auch die Fahrzeuginsassen können schwer verletzt und das Unfallauto stark beschädigt werden.

310 Personen verletzen sich im Jahr 2017 bei solchen Verkehrsunfällen mit Wildtieren.

Dazu der österreichische Versicherungsverband VVO: „Insgesamt ist die Zahl der Wildunfälle von 261 Unfällen im Jahr 2016 auf 276 Unfällen im Jahr 2017 sogar angestiegen.“

Wildunfälle Großteils im Freiland

Die statistischen Detailauswertungen des KFV zeigen, dass sich mehr als 92 Prozent der Wildunfälle mit Personenschaden im Freiland ereignen.

Knapp 77 Prozent aller Wildunfälle mit Personenschaden passieren auf Landesstraßen, 21 Prozent auf Gemeindestraßen.

Im Durchschnitt der letzten Jahre sind 66 Prozent der verunglückten Personen männlich, ein relativ großer Anteil der verunglückten Personen waren Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren (45 Prozent). Das ist ein bemerkenswert großer Anteil und lässt sich auf geringere Fahrerfahrung sowie geringere Schutzfunktion z.B. durch ein Moped zurückführen.

Geschwindigkeiten oft zu hoch gewählt

Der Direktor des KFV, Othmar Thann, unterstreicht: „Es ist besonders wichtig, die Gefahrenzeichen ‚Achtung Wildwechsel‘ ernst zu nehmen.“

Neben erhöhter Wachsamkeit ist es entscheidend, die Fahrgeschwindigkeit entsprechend anzupassen. Messungen haben gezeigt, dass die Fahrgeschwindigkeit nicht bzw. nur gering um 1 bis 4 km/h reduziert wird, selbst wenn Wildtiere schon in einem Feld neben der Straße stehen.

Aus 20 Kilo werden zwei Tonnen Aufprallgewicht

Beim Zusammenstoß zwischen Pkw und Wildtieren wirken starke Kräfte auf das Fahrzeug ein.

Klaus Schachenhofer, Generalsekretär des Dachverband „Jagd Österreich“, erklärt dazu: „Die Wucht, mit der ein Rothirsch bei Tempo 60 auf ein Auto aufprallt, entspricht etwa dem Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten.“

Besondere Aufmerksamkeit ist auf Straßen entlang von Waldrändern und vegetationsreichen Feldern geboten.

Die meisten Wildunfälle ereignen sich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Gerade jetzt, wenn wieder die Zeitumstellung erfolgt, fällt die Hauptverkehrszeit genau in die Dämmerung oder Dunkelheit, wo viele Tiere besonders aktiv sind.

Richtiges Verhalten bei und nach dem Unfall

Wenn ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich ist, sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden.

Wenn der Fahrer richtig reagiert, ist die Verletzungsgefahr für die Autoinsassen geringer: Ein Ausweichmanöver ist nicht zu empfehlen, denn ein solches ist weitaus riskanter, als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden.

Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar, bei einem Wildschaden besteht nach §4 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung unverzügliche Verständigungspflicht. Getötetes Wild darf niemals mitgenommen werden - auch nicht zum Tierarzt. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls hilfreich, da so der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann.


Für die persönliche Vorsorge wird in Österreich weniger gespart

Was die Vorsorge betrifft: in Österreich wird weniger gespart als vergleichsweise im Jahr 2009, wie die jährliche Sparstudie der Erste Bank zeigt, dafür werden Lebensversicherungen mehr genutzt als vor zehn Jahren. mehr...

(kunid) Die Erste Bank hat ihre jährliche Sparstudie vorgestellt: Unverändert ist die Bedeutung des Sparens für die Österreicher, doch es wird heute mehr für Anschaffungen und Urlaubsreisen und weniger für Vorsorge gespart als vor zehn Jahren. Der Anteil jener, die Lebens- oder Kapitalversicherungen besitzen, ist allerdings gestiegen.

Bei einer von Imas International im Auftrag der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG durchgeführten repräsentativen Umfrage wurde auch heuer wieder das Sparverhalten der Österreicher untersucht.

Zwischen 25. Juni und 11. Juli wurden mit 900 Österreichern ab 15 Jahren Telefoninterviews geführt. Um getrennte Auswertungen zu ermöglichen, seien in jedem Bundesland 100 Personen befragt worden, für die österreichweite Betrachtung sei eine Gewichtung der Bundesländer auf ihr repräsentatives Niveau erfolgt, so die Erste.

Vorsorge als Sparziel im Sinkflug

Für drei Viertel der Österreicher ist Sparen „sehr“ oder „ziemlich“ wichtig, lautet das Ergebnis der Studie.

Dieser Wert liegt genau auf dem Niveau aus dem Vorjahr, nachdem 2009 mit 79 Prozent ein Höchststand und 2015 mit 68 Prozent der tiefste Wert registriert worden war.

Gleichzeitig sei eine leichte Erholung der Sparquote zu erwarten. Diese war 2009 noch bei 11,4 Prozent gelegen und ist bis 2017 auf 6,8 Prozent gesunken. Heuer werde sie bei 7,0 Prozent erwartet.

Alters- und Pflegevorsorge hat als Sparziel weiter an Boden verloren. Sparten 2009 noch 56 Prozent für diesen Zweck, so waren es im Vorjahr 43 und nun nur noch 41 Prozent. Deutlich angestiegen sind im Zehn-Jahres-Vergleich dagegen Anschaffungen und Urlaubsreisen als Sparziele.

Wie gespart wird

245 Euro jährlich spart der durchschnittliche Österreicher laut Studie, das sind um 58 Prozent mehr als 2009 – damals waren es 155 Euro. Dafür nutzen die meisten Sparprodukte: Sowohl Sparbuch und -karte (80 Prozent) als auch Bausparen (60 Prozent) werden nun mehr genutzt als noch 2009.

Einen Anstieg gibt es aber auch bei Lebens- und Kapitalversicherungen. 2009 gaben 41 Prozent an, eine solche zu besitzen, derselbe Wert wurde 2017 erreicht. Nun würden 44 Prozent diese Produkte nutzen, so die Studie.

Zuwächse weist die Umfrage auch bei der staatlich geförderten Pensionsvorsorge aus. Die Zahl der Nutzer stieg demnach von 19 (2009) auf 20 Prozent im Vorjahr und 23 Prozent in der aktuellen Studie.

Bei all diesen Ergebnissen muss allerdings zum einen berücksichtigt werden, dass die Studie eine Schwankungsbreite von rund plus/minus 3,3 Prozent aufweist. Zum anderen haben sich in der Zwischenzeit auch andere Effekte eingestellt. So sind die Vertragszahlen der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge seit 2013 kontinuierlich gesunken.

Unter der Inflationsrate

Solides Wirtschaftswachstum und sinkende Arbeitslosenraten sowie ein Lohnwachstum von mehr als zwei Prozent sollten dazu führen, dass sich die Inflationsrate in Richtung des von der Europäischen Zentralbank (EZB) definierten Zieles bewegt, erwartet die Erste Bank. Dies sei Voraussetzung für Zinserhöhungen.

Ein Niveau von zwei oder drei Prozent bei kurzfristigen Einlagenzinsen für private Haushalte sei innerhalb der kommenden drei Jahre dennoch „kaum absehbar“, erklärt Gudrun Egger, Head of Major Markets und Credit Research bei der Erste Bank.

Dies bedeute, dass die kurzfristigen Zinsen noch längere Zeit unter der österreichischen Inflationsrate bleiben werden.

Finanzwissen fehlt

Mehr als ein Drittel der Österreicher (36 Prozent) glaubt, über einen sehr guten Wissensstand zu Finanz- und Wirtschaftsthemen zu verfügen. Männer (46 Prozent) übertreffen in ihrer Selbst-einschätzung Frauen (27 Prozent) in diesem Punkt deutlich.

Dennoch wissen 91 Prozent der Befragten nicht, was Anleihen sind; für 70 Prozent sind Fonds und für 62 Prozent Aktien unklar. Immerhin 48 Prozent haben mit dem Begriff Zinsen Schwierigkeiten, 35 Prozent mit „Inflation“, so die Studie.

54 Prozent der Befragten glauben, dass Aktien, Investmentfonds, Anleihen und andere Wertpapiere „schwierig zu verstehen“ sind und 41 Prozent sind der Meinung, dass sie „nur etwas für Risikofreudige“ wären. Und das, obwohl jeweils 59 Prozent denken, dass Wertpapiere immer mehr an Bedeutung gewinnen und eine gute Alternative zum Sparbuch seien.

Für den Privatkundenvorstand der Erste Bank Thomas Schaufler ist mangelndes Finanzwissen denn auch eines der Hauptprobleme, warum Wertpapiere nicht im Anlageuniversum der Österreicher verankert sind.


Rainer Münz: „Statt zu sparen von Aktienmärkten profitieren“

Der Bevölkerungs-Experte Rainer Münz kritisiert einerseits, dass immer noch zu wenige KMUs eine betriebliche Vorsorge bieten, und andererseits, dass der Staat keine „zündenden Ideen“ hat, wie das Pensionssystem aufrecht zu erhalten sein wird. Die private Vorsorge für das Alter drängt sich daher zwingend auf. mehr...

(kunid) Der renommierte Demograph Rainer Münz berät u.a. die EU-Kommission - er setzt sich etwa auch dafür ein, dass hierzulande spezielle Vorsorgeprodukte für unselbständig Erwerbstätige geschaffen werden, etwa in Form breit gestreuter Aktienfonds. Im Gespräch skizziert er, wie man als Privatperson seinen Lebensstandard halten kann - und welche Vorsorgeprodukte sich hierzu empfehlen.

Vorneweg zur Demographie in Österreich: Welche Entwicklung erleben wir gerade?

Rainer Münz: Die demographische Entwicklung Österreichs ist geprägt durch eine hohe und wachsende Lebenserwartung und eine niedrige Kinderzahl pro Familie. Das bedeutet in Summe: eine wachsende und zugleich alternde Bevölkerung. In den kommenden Jahrzehnten werden daher deutlich mehr Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden und in Pension gehen. Zugleich rücken weniger junge Leute mit frischem Wissen aus dem heimischen Bildungssystem auf den Arbeitsmarkt nach.

Könnte hier die betriebliche und die private Pensionsvorsorge eine Antwort auf unser Problem sein?

Rainer Münz: Die Mehrzahl der unselbständig Erwerbstätigen Österreichs ist in mittleren und kleineren Betrieben (KMUs) beschäftigt. Nur sehr wenige KMUs bieten eine betriebliche Vorsorge. Dadurch ist die Reichweite dieser Form der Vorsorge eingeschränkt. Private Vorsorge hat zwei Hürden: Zum einen gibt es etliche Erwerbstätige, die nicht genug verdienen, um für das Alter Geld beiseite zu legen. Zum anderen brauchen wir simple Vorsorgeprodukte, die es Kleinsparern ermöglichen, langfristig von der Entwicklung der Aktienmärkte zu profitieren. Ein Teil des bestehenden Angebots vermehrt das angesparte Kapital nicht ausreichend.

Können Sie dazu bitte ein Beispiel geben?

Rainer Münz: Wer ab dem Alter von 25 Jahren jedes Monat 100 € in einen breit gestreuten Aktienfonds investiert, hat bis zum Alter von 60 Jahren voraussichtlich 110.000 € angespart. So manches angebotene Vorsorgeprodukt schneidet im Vergleich schlechter ab.

Und wo sehen Sie Alternativen zur betrieblichen bzw. privaten Pensionsvorsorge?

Rainer Münz: Die große Mehrzahl erwirbt derzeit im Laufe des Lebens einen Pensionsanspruch. Eine darüber hinausgehende Vorsorge ist zurzeit vor allem auf Beschäftigte in größeren Betrieben sowie auf Personen mit mittleren und höheren Einkommen beschränkt. Für viele bleibt daher der Erwerb von Wohnungseigentum oder der Bau eines Eigenheims ein wichtiger Beitrag, um im Alter nicht durch Mietzahlungen belastet zu sein. An die Stelle des Ansparens von Kapital für das Alter tritt das Abzahlen des Immobilienkredits.

Wieder zurück zum Spannungsfeld Demographie-Vorsorge: Was halten Sie von der Koppelung der Pensionsleistungen an das Pensionsantrittsalter?

Rainer Münz: Die Leistungen der Pensionsversicherungen sind schon jetzt von der Zahl der Beitragsjahre und der Höhe der geleisteten Beiträge abhängig. Allerdings gibt es durch die Ausgleichszulage auf sehr kleine Pensionen eine Grenze nach unten. Zugleich verringert sich die Höhe der Pension bei vorzeitigem Pensionsantritt. Nicht gelöst ist allerdings das Problem, dass die Lebenserwartung deutlich rascher steigt als das faktische Pensionsantrittsalter.

Das schwedische Modell wird vielerorts als Best Practice zitiert. Was können wir also von den Schweden lernen?

Rainer Münz: Von Schweden können wir dreierlei lernen. Erstens: Eine umlagefinanzierte und eine kapitalgedeckte Säule lassen sich in der gesetzlichen Pensionsversicherung verbinden. Zweitens: Eine Koppelung der Pensionshöhe sowohl an das Antrittsalter als auch an die durchschnittliche Lebenserwartung stabilisiert langfristig das System. Und Drittens: Arbeitnehmern ab 60 Jahren die Wahl zu lassen, in welchem Alter sie in Pension gehen möchten, lässt wesentlich mehr Wahlfreiheit zu als ein System mit fixem gesetzlichem Pensionsalter.

Zuletzt: Wie wirkt sich die Einwanderung auf unsere sozialen Systeme aus?

Rainer Münz: Die Mehrzahl der Zuwandernden kommt aus anderen EU-Staaten nach Österreich. Sie werden in der Regel erwerbstätig und leisten einen finanziellen Beitrag. Damit erwerben sie auch einen Anspruch auf spätere Leistungen. Asylwerber hingegen sind während des Verfahrens fast ausschließlich auf staatliche Leistungen angewiesen, da sie nicht arbeiten dürfen. Seit neuestem ist es ihnen auch nicht erlaubt, eine Lehrausbildung zu beginnen. Bei anerkannten Flüchtlingen, die in den Jahren 2015 bis 2017 zu uns kamen, beginnt der Prozess der Integration ins Erwerbsleben anzulaufen. Jene, die noch keine Arbeit haben, beziehen in der Regel Mindestsicherung.


Was in einem Kellerabteil tatsächlich versichert ist

Die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle wurde eingeschaltet, weil die Haushaltsversicherung nach einem Einbruch in ein Kellerabteil die Deckung für eine Gaspistole und ein RC-Auto abgelehnt hatte. mehr...

(kunid) Der Einbruch in ein Kellerabteil brachte die Betroffenen dazu, die Sachlage aufzurollen. Laut den Versicherungsbedingungen gehörte „sonstiger Boden- und Kellerkram“ zu den versicherten Gegenständen. Die eingeschaltete Rechtsservice- und Schlichtungsstelle empfahl jedoch die Deckung hinsichtlich des RC-Autos, nicht aber hinsichtlich der Gaspistole.

Bei einem Einbruch in ein Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses wurden laut polizeilicher Anzeigenbestätigung eine CO2-Pistole, ein Koffer und ein RC-Auto Modell (ein großes ferngesteuertes Modellauto, Anm.) samt Zubehör gestohlen.

Die Eigentümerin hatte eine Haushaltsversicherung abgeschlossen.

Laut den „Allgemeinen Bedingungen für die Haushaltsversicherung mit klassischer Deckung“ galten neben der Wohnung auch „Ersatzräume“, zu denen Kellerabteile zählen, als Versicherungsräumlichkeiten.

Für versicherte Sachen in solchen Ersatzräumen war aber eine Einschränkung vorgesehen.

Tatsächlich versichert laut den Bedingungen

Versichert waren in diesen Ersatzräumen laut den Bedingungen tatsächlich aber:

• Möbel und Stellagen,

• Werkzeug und Kraftfahrzeug-Zubehör,

• Vorräte und Heizmaterial, Kühl-, Wasch-, Heiz- und Trockengeräte,

• Reise- und Sportutensilien,

• Fahrräder und Schlauchboote ohne Motorantrieb,

• Bekleidungsstücke und Textilien,

• sonstiger Boden- und Kellerkram.

Versicherung lehnte Deckung teilweise ab

Die Versicherung anerkannte einen Schaden von 200 Euro für den Koffer (Reiseutensil) sowie von 300 Euro für Boden- und Kellerkram.

Abgelehnt wurde die Deckung für die Gaspistole und das RC-Auto samt Zubehör, da es sich dabei um nicht versicherte Gegenstände im Sinn der Versicherungsbedingungen handle.

Die Versicherungsnehmerin wandte sich daraufhin an die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle des Fachverbandes der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten (RSS).

Am Schlichtungsverfahren hat die Versicherung trotz Urgenz nicht teilgenommen, teilte die RSS mit.

Rechtliche Beurteilung

Die Auslegung von Allgemeinen Versicherungsbedingungen habe sich nach ständiger Rechtsprechung am Maßstab des durchschnittlich verständigen Versicherungsnehmers zu orientieren, so die RSS.

Die Klauseln seien aus ihrem Zusammenhang heraus auszulegen, wobei der für einen objektiven Beobachter erkennbare Zweck einer Bestimmung zu berücksichtigen sei. Unklarheiten würden dabei regelmäßig zu Lasten des Versicherers gehen.

Darüber hinaus dürften Ausschlüsse nicht weiter ausgelegt werden, als es ihr Sinn erfordere.

Empfehlung der RSS

Die Versicherungsbedingungen seien daher darauf zu überprüfen, ob die Elemente der Stehlgutliste unter die Liste der versicherten Gegenstände zu subsumieren seien.

Demnach beinhalte der Begriff „Boden- und Kellerkram“ weniger wertvolle Sachen, die üblicherweise außerhalb der Wohnung aufbewahrt werden. Darunter können laut RSS auch RC-Autos samt Zubehör verstanden werden.

Die gestohlene Gaspistole falle zwar nicht unter das Waffengesetz, dennoch werde man eine derartige Waffe „nach der menschlichen Erfahrung nicht im Keller aufbewahren“, sondern in der Wohnung an einem sicheren Platz lagern.

Die Schlichtungsstelle empfahl der Versicherung daher die Deckung hinsichtlich des Modell-Autos, nicht aber hinsichtlich der Gaspistole.


Damit die Vorsorgewohnung nicht zur Sorgenwohnung wird

So legen Sie in Immobilien richtig an: Entscheidende Kriterien sind die Lage, die Wohnungsgröße, und ob die Liegenschaft vor oder nach 1953 errichtet wurde. Für das Portfolio empfehlen sich Anlagewohnungen als Beimischung. mehr...

(kunid) In Zeiten niedriger Zinsen und günstiger Kredite sind Immobilieninvestments beliebte Renditebringer. Folgende Fehler sollten Sie aber auf jeden Fall vermeiden.

In der angestrebten Idealsituation decken die laufenden Mieteinnahmen nicht nur die Kreditrückzahlungen; es bleibt sogar ein kleiner Profit, um Leerstandperioden abzufedern und Instandsetzungsarbeiten zu finanzieren.

Doch grau ist bekanntlich alle Theorie und ganz so simpel sind Renditen mit diesem Geschäftsmodell in der Praxis nicht zu erzielen. Wie also sonst?

Immer wieder: Lage, Lage und nochmals Lage!

Wer mit Betongold glänzen will, sollte Fehler tunlichst vermeiden. Diese schleichen sich mitunter schon ein, wenn Investoren in spe Wohngegenden auswählen, in denen sie selbst gerne zu Hause wären. Das ist falsch.

Die Lage des Wohnobjekts ist zwar entscheidend, doch sollte man nach Kriterien wie Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel, Infrastruktur und last but not least an die zu erzielende Rendite denken.

Letztere lässt zum Beispiel in Nobelbezirken Wiens sehr zu wünschen übrig, während in Arbeiterbezirken das Verhältnis Kaufpreis zu marktüblicher Miete einen Investment-Return von bis zu 4 % ermöglicht.

So nicht ein weiterer Fehler begangen wird, der mit der Wohnungsgröße zusammenhängt.

Entscheidendes Kriterium Wohnungsgröße

Als Faustregel gilt: Small is beautiful. Kleinwohnungen bis zu 50 m² lassen sich wesentlich einfacher vermieten als große.

Bei Mieten von mehr als 1.000 Euro wird das Klientel kleiner und somit die Luft für den Vermieter dünner.

Große Wohnungen stehen somit länger leer als kleine und sind auch schwieriger zu verkaufen, wohingegen kleine Einheiten sehr rasch neue Käufer finden.

Mit der Wohnungsgröße steigt auch die Gefahr, von sogenannten Mietnomaden betrogen zu werden, denn diese Spezies logiert in strafbarer Handlung lieber im nobleren Ambiente als in der engen Neubau-Garconniere, da die zu erwartende Strafe nicht Maß an der Eleganz des Vergehens nimmt.

Wurde die Liegenschaft vor oder nach 1953 errichtet?

Mögliche Probleme mit Mietern sind auch der Grund, warum viele Wohnungsbesitzer das Vermieten scheuen. Tipp: Überlassen Sie das Vermieten professionellen Maklern. Schon bei der Auswahl eines geeigneten Mieters hilft die Erfahrung eines Profis, das Risiko zu minimieren.

Ist also nun eine geeignete Kleinwohnung in idealer Vermietlage gefunden, gilt zu prüfen, ob die Liegenschaft nach dem 1. Juli 1953 errichtet wurde, um nicht in die Falle der Richtwertmiete zu tappen, welche für sogenannte Altbauten vor diesem Stichtag die Mieteinnahme pro Quadratmeter gesetzlich limitiert.

Auch hier ist man gut beraten, Rücksprache mit Steuerberater und Makler zu halten, da es Altbaubestände gibt, die, obwohl nach 1953 komplett modernisiert, mit Richtwertmiete behaftet bleiben.

Anlagewohnungen als Beimischung im Portfolio

Bei der Finanzierung ist zu beachten, dass zum vereinbarten Kaufpreis beinahe 10 % an Nebenkosten wie Makler-, Notar-, Vertragserrichtungsgebühren, Grunderwerbssteuer, Grundbucheintragungsgebühr usw. anfallen können.

Auch wenn manche Banken Vollfinanzierungen anbieten, tut man gut daran, mindestens 20 % Eigenmittel zur Verfügung zu haben, da andernfalls die monatliche Belastung die Mieteinnahmen deutlich übersteigt.

Auch wenn im urbanen Bereich, besonders in Wien, die Liegenschaftspreise über die vergangenen Jahre hindurch „verlässlich“ zugelegt haben, gilt keineswegs als ausgemacht, dass die Immobilienpreise auch in Zukunft ähnlich rasant wachsen.

Empfehlenswert ist der Erwerb von Anlagewohnungen als Beimischung im ausgewogen sortierten Portfolio allemal. Wer mit Immos auf Zack sein will, sollte sich jedoch eingehend mit den Tücken des Marktes vertraut machen und auf Profis als Partner setzen.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
Anton Kleinoschegstraße 58d/2, 8051 GRAZ  |  office@ernstkrusch.at  |  Tel.: 0664/2107840  |  Fax: 0316/226974