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Fahrraddiebe haben in Österreich leichtes Spiel

In Wien werden immer weniger hochwertige Fahrradschlösser verwendet - ein Trend, der sich auch in den anderen Landeshauptstädten abzeichnet. Fahrraddieben wird es in Österreich generell zu leicht gemacht. mehr...

(kunid) Durchschnittlich 67 Fahrräder werden tagtäglich in Österreich als gestohlen gemeldet. Eine Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes (VVO) und des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) alarmiert: Aktuell sind hierzulande mehr als die Hälfte der abgestellten Fahrräder nicht oder falsch gesichert.

Im Straßenbild werden sie immer sichtbarer - und auch die Zahlen der Experten bestätigen unser Bauchgefühl: Das Fahrrad ist hierzulande zum Trendgefährt aufgestiegen - und immer mehr Österreicher steigen auf das Fahrrad, sei es im Alltag oder zum privaten Freizeitvergnügen.

Klar ist: Mit der Fahrradfreude ist es schnell vorbei, wenn es plötzlich gestohlen wurde. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden im vergangenen Jahr 24.795 Fahrräder als gestohlen gemeldet.

Der österreichische Versicherungsverband (VVO) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) haben sich dieses Problem näher angesehen. Vorneweg wird gewarnt: „Fahrraddiebe haben es in Österreich sehr leicht, denn die Radfahrerinnen und Radfahrer gehen sehr sorglos mit ihren Zweirädern um.“ Einige wenige Schutzmaßnahmen reichen aber schon, um den Großteil der Diebstähle zu verhindern.

Unterschiedliche Sicherungsquoten in den Bundesländern

Gerade in den Landeshauptstädten - beispielsweise in Wien, St. Pölten, Graz und Salzburg - ereignen sich viele der polizeilich registrierten Diebstähle, wie die aktuelle Erhebung des KFV und des VVO ergibt. Hauptgrund dafür ist, dass die Drahtesel ungenügend gesichert sind. Die Zahl erschreckt: Rund 65 der Fahrräder sollen heute in Österreich schlecht gesichert sind.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Fahrräder in Wien sind lediglich durch einfache Spiral- oder Kabelschlösser gesichert, die von Dieben binnen weniger Sekunden mit Seitenschneidern durchtrennt werden können. Zu den deutlich schwerer und aufwendiger zu knackenden hochwertigen Schlössern hingegen zählen das Bügelschloss, das Faltschloss, das Panzerkabel etc.

Die Erhebungsergebnisse zeigen hinsichtlich der verwendeten Fahrradschlösser bemerkenswerte regionale Unterschiede. So ist die Verwendung von hochwertigen Schlössern in Wien am höchsten (rund 63 Prozent aller erfassten Räder). In Graz und Salzburg werden diese schon deutlich weniger verwendet (rund 42 Prozent beziehungsweise 30 Prozent) - und in St. Pölten ist nur jedes vierte Fahrradschloss hochwertig (rund 23 Prozent) gesichert.

Aber auch die Tendenz in Wien ist nicht gerade erfreulich: In der Bundeshauptstadt ist die Zahl der verwendeten hochwertigen Schlösser rückläufig - von 68 Prozent im Jahr 2017 auf 63 Prozent im Jahr 2018.

Teure Fahrräder benötigen hochwertige Schlösser!

Othmar Thann weist darauf hin, dass Fahrräder sehr häufig nur am Vorder- oder Hinterrad abgesperrt werden. Dazu der KFV-Direktor: „Durch ein Öffnen des Schnellspanners können Diebe ein Rad ohne jegliches Werkzeug mit einem Handgriff problemlos entwenden. Zumindest der Rahmen sollte daher immer an einer ortsfesten Verankerung oder Abstellanlage abgesperrt werden.“

Zudem werden viele Fahrräder (27 Prozent) falsch abgestellt. Diese können dann einfach fortgetragen werden - und das Schloss vom Fahrraddieb „in aller Ruhe“ andernorts geknackt werden.

Teure Fahrräder sollten aufgrund eines höheren Diebstahlrisikos auch mit hochwertigen Schlössern gesichert werden. Diesem Umstand sind sich die Fahrradbesitzer großteils bewusst. Aber, Hand aufs Herz: Ist das Fahrrad auch wirklich hochwertig abgesichert?

Da aber laut VVO und KFV kein Fahrradschloss absolute Sicherheit bietet und - entsprechendes Werkzeug vorausgesetzt - jedes noch so gute Schloss geknackt werden kann, sollte generell darauf verzichtet werden, teure Fahrräder über einen längeren Zeitraum im Freien abzustellen.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen

Thann gibt einen besonderen Tipp: „Da sich manche Diebe auf bestimmte Schlosstypen spezialisieren, hilft auch der Einsatz von zwei unterschiedlichen Schlössern.“ Mit vier Prozent werden heute doppelt so viele Fahrräder mit zwei Fahrradschlössern gesichert als vergangenes Jahr.

Und der KFV-Direktor gibt noch einen weiteren Tipp: Beim Abschließen des Fahrrades sollte darauf geachtet werden, dass das Schloss in Richtung des Bodens schaut, „da viele Diebe zum Öffnen der Schlösser einen Dietrich benutzen, wird ihnen somit die Arbeit erschwert.“

Außerdem sollte man den Fahrradpass immer griffbereit haben - dieser dient als Eigentumsnachweis. Wichtig ist, alle Fahrraddaten im Fahrradpass zu vermerken, um so - im Fall der Fälle - alle Informationen gleich bei der Hand zu haben. Das hilft der Polizei natürlich bei Fahndungsmaßnahmen enorm.

Der Fahrradpass liegt in jeder Polizeidienststelle auf oder kann ganz einfach auf der Homepage des Bundeskriminalamtes direkt heruntergeladen und ausgefüllt werden. Generell gilt: Im Zweifelsfall sollte man die Beratung suchen: Beamte der Kriminalprävention informieren gerne und beraten über den richtigen Schutz - auch und gerade vor Fahrraddieben.


Der sorglose Umgang mit Passwörtern

Jeder zweite Österreicher geht grob fahrlässig mit seinem Passwort um - und verwendet auch nur ein und dasselbe. Und jeder Vierte verändert das vorgegebene Passwort beim Online Banking überhaupt nicht. mehr...

(kunid) Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung verwendet das idente Passwort an mehreren Orten - sei es für Online Banking, im Social-Media-Bereich oder bei Email-Adressen. Das öffnet Hackern natürlich Tür und Tor - das Passwort einmal geknackt, können sämtliche Nutzerdaten missbraucht werden.

Der Umgang der Österreicher mit den eigenen Passwörtern von Konten, Social Media Accounts, Kundenportalen usw. ist laut einer aktuellen IMAS-Studie mehrheitlich sorglos. Dabei wäre es im Sinne eines umfassenden Vorsorgegedankens wichtig, sich und seine Daten abzusichern. Die Studienergebnisse sprechen da aber leider eine andere Sprache.

So hat etwa nur jeder Fünfte ein eigenes Passwort für jeden Bereich, jeder Zweite benützt überall mehr oder minder den gleichen Einstiegscode.

Knapp zwei Drittel der Österreicher mit einem digitalen Postfach oder Social-Media-Zugang wechseln das Passwort nur alle zwei bis drei Jahre. Interessanterweise wird von nur rund der Hälfte der Nutzer von Online Banking das vorgegebene Passwort umgehend geändert, von weiteren 27 Prozent etwas später.

Empfehlungen von Experten

Die Sicherheit von Passwörtern ist vor allem durch die Kombinationen mehrerer Elemente gegeben, daher empfehlen Experten die Verwendung von Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Ziffern in einem Passwort.

Die häufigste Ausprägung der Passwörter der Österreicher zeigt aber leider nur drei dieser Komponenten. Hand aufs Herz: Bei den meisten Usern sind dies Ziffern, Klein- und Großbuchstaben - auf das Hinzuziehen von Sonderzeichen wird aber leider verzichtet.

Und jeder dritte Österreicher kombiniert meist nur zwei der vier Komponenten und rund ein Fünftel verwendet gar nur eine Komponente aus diesen Gruppen.

Nach Alter lassen sich folgende Trends erkennen: Je jünger die Befragten, desto häufiger wird kombiniert. Ansonsten sind die jüngeren Nutzer aber eher sorglos: Sie verwenden über längere Zeiträume immer die gleichen Passwörter - sollten diese aber viel häufiger wechseln.

Wechseln, um zu bestehen

Insgesamt zeigt der Befund eine große Sorglosigkeit der Österreicher im Umgang mit den Passwörtern: So sind 51 Prozent der Bevölkerung nicht besonders einfallsreich, wenn es um Passwörter geht und verwenden beinahe für jeden der Bereiche ein und dasselbe Passwort.

Nur jeder Fünfte unterscheidet - wie beschrieben - die Passwörter nach Plattform oder Account. Hierbei fällt auf, dass Menschen mit höherer Bildung differenzierter umgehen und häufiger verschiedene Passwörter verwenden.

Neben dieser relativ häufigen Verwendung identer Passwörter kommt aber auch noch ein seltener Wechsel des Zugangscodes dazu. Beispielsweise wechseln Besitzer von E-Mail-Postfächern und Nutzer von sozialen Medien nur sehr selten ihre Zugangsdaten. Experten empfehlen, das entsprechende Passwort alle zwei bis drei Monate zu ändern.

Kundendaten in der Hand von Firmen

Überraschend: Der Verwendung der persönlichen Daten durch Privatunternehmen steht die Bevölkerung nicht grundsätzlich negativ gegenüber. Es sind jeweils 44 Prozent, die von einem eher mehr bzw. eher weniger vertrauensvollen Umgang der Firmen mit den eigenen (Kunden-)Daten ausgehen.

Aktuell wird sich diese Stimmung aber angesichts laufender Debatten rund um die Geschäftsmodelle diverser sozialer Medien eher drehen.

Auch die Änderungen im europäischen Datenschutz ab Mai dieses Jahres zwingen viele Organisationen, Institutionen und Unternehmen zu einem neuen Umgang beim Speichern und Verarbeiten persönlicher Daten.

Dies ist aber naturgemäß nicht nur die Aufgabe juristischer Personen, sondern betrifft im Zeitalter des Online Bankings, der Social-Media-Plattformen und der Karrierenetzwerke auch Privatpersonen.


Mit gestiegener Kaufkraft auf Vorsorge setzen

Die Kaufkraft der Österreicher ist um satte 3,4 Prozent gestiegen - insgesamt betrug das verfügbare Einkommen des privaten Sektors im Vorjahr 204,4 Milliarden. Euro. mehr...

(kunid) 2017 verfügten die Österreicher über eine durchschnittliche Kaufkraft von 21.812 Euro pro Kopf und Jahr. Das sind nominell 717 Euro mehr als im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Inflation bleiben somit etwa 23 Euro/Monat mehr als im Vorjahr übrig, der florierenden Wirtschaft und dem boomendem Tourismus sei Dank. Kluge Menschen bauen - wenn möglich - jetzt schon vor und zweigen etwas für die persönliche Vorsorge ab.

Die durchschnittliche nominelle Kaufkraft in Österreich betrug im Vorjahr laut einer aktuellen RegioData-Studie 21.812 Euro pro Kopf und Jahr. 2016 waren es noch um 717 Euro weniger. Wer sein Geld jetzt also (noch) vernünftiger einsetzen möchte, setzt auf die private Vorsorge, auf die Absicherung fürs Alter.

Obwohl sich die Kaufkraft überaus positiv entwickelt, zeigt die Sparquote nach unten: Neueste Zahlen der Statistik Austria belegen, dass die österreichischen Haushalte vergangenes Jahr 6,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens sparten. Damit sank die Sparquote der privaten Haushalte nach einem Anstieg im Jahr 2016 (7,9 Prozent) wieder auf das verhältnismäßig niedrigste Niveau der vergangenen fünf Jahre.

2017 wurden rund 13,1 Milliarden Euro österreichweit gespart - im Jahr 2016 waren das noch 16 Milliarden Euro. Experten weisen jedenfalls schon seit langem auf die Notwendigkeit und die vielfältigen Möglichkeiten der „zweiten und dritten Vorsorgesäule“ - betriebliche und private Pensionen - hin.

Jetzt schon - fürs Alter - vorsorgen

Die zuletzt von der Statistik Austria gemeldeten Zahlen punkto Lebenserwartung sehen bei der Geburt im Jahr 2016 für Männer 79,1 Jahre und für Frauen 84,0 Jahre.

Jeder 20. Österreicher ist heute schon über 80 Jahre alt: Aus Sicht von Versicherungsexperten gilt es jetzt, auf diesen „demographischen Wendepunkt“ zu reagieren - mit altersgemäßen Pensionskassenlösungen und Versicherungen.

Wenn wir immer älter werden, ist bei der Planung der Altersvorsorge entscheidend, ob das zu erwartende Einkommen ausreicht, um den individuellen Lebensstandard im Alter - dann über eine noch längere Zeitperiode - zu sichern.

Daher zurück zur durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft: Die bundesweit geringsten Zuwächse werden erneut in Wien verzeichnet: Mit lediglich + 2,9 Prozent auf 21.841 Euro liegt Wien nur im Mittelfeld - hinter Niederösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Oberösterreich. Wie verteilt sich also - national gesehen - die Kaufkraft?

Kaufkraft im Bundesländervergleich

In der Rangreihung gab es einen Wechsel unter den Topplatzierten: Niederösterreich holt sich Platz 1 zurück (22.554 Euro) und setzt Salzburg mit knappem Abstand auf Platz 2 (22.534 Euro). Den Anstieg hat Niederösterreich den Kaufkraftzuflüssen aus Wien zu verdanken, da kaufkraftstarke Wiener nach wie vor vermehrt in umliegende Gemeinden der Bundeshauptstadt ziehen.

Verstärkte Kaufkraftzuwächse gab es 2017 insbesondere in den Wien-nahen Bezirken Tulln, Bruck/Leitha, Mistelbach, Sankt Pölten Stadt und Land sowie Baden.

Generell werden Stadt-Land-Unterschiede in der Kaufkraft immer geringer, da ländliche Gebiete nach und nach aufholen. Das kaufkraftschwächste Bundesland Österreichs ist und bleibt Kärnten mit einer absoluten Kaufkraft von 20.505 Euro pro Kopf und Jahr.

Große Kaufkraftspanne in Wien

Die fünf kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie in den Jahren zuvor - und Wien 1., Innere Stadt, führt weiterhin mit großem Abstand die Tabelle an. Dass die Kaufkraftspanne innerhalb Wiens sehr groß ist, veranschaulicht das Ergebnis der aktuellen Studie ganz besonders: In Wien liegen 13 Bezirke über und 10 Bezirke unter der durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft Österreichs.

Neben Wien 20., Brigittenau, und Wien 15., Rudolfsheim-Fünfhaus, befindet sich 2017 erstmals auch Wien 10., Favoriten, unter den fünf kaufkraftschwächsten Bezirken Österreichs.

Zwettl war 2016 nicht im Ranking der Kaufkraftärmsten, zählt 2017 aber wieder dazu. Wien 10. und Zwettl „befreien“ die Südoststeiermark und Murau aus der Reihung der Letztplatzierten.

Von den kaufkraftärmsten Bezirken haben Lienz und Zwettl mit 26 Prozent den größten Zuwachs erfahren. Unter den kaufkräftigsten Bezirken sticht Eisenstadt mit einem Wachstum von 23 Prozent hervor. Ganz egal aber, wo Sie wohnen, und wie viel Sie verdienen: Denken Sie jetzt schon an Ihre Altersvorsorge oder jene Ihrer Kinder und legen Sie - im Rahmen Ihrer Möglichkeiten - etwas beiseite.


Jetzt steht die Jahreskontrolle beim Fahrrad an

Wenn wir jetzt unser Fahrrad nach der langen Winterpause wieder aus dem Keller oder der Garage holen, sollten wir daran denken, unseren Drahtesel gründlich zu überprüfen: Es geht um unser Wohl und dass der anderen Verkehrsteilnehmer. mehr...

(kunid) Wir haben es nicht vergessen, dafür aber in ein Hinterstübchen unseres Bewusstseins verbannt: Das Fahrrad hat überwintert - ihm gehört jetzt, zieht es uns im Frühling und im Sommer in die Natur, wieder unsere Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn es schön wird und die Vögel zwitschern, ist Verkehrssicherheit nämlich ein wichtiges Gebot, um die schöne Zeit angenehm - und vor allem: wohlbehalten - erleben zu können.

Über die Winterzeit haben wir unser Fahrrad wochen-, ja monatelag eingestellt: sei es im Keller oder in der Garage, oder aber es hat - wohl unfreiwillig, weil wir es vergessen haben - im Freien überwintert.

Während dieser Zeit „arbeitet“ es im Fahrrad - so kann sich beispielsweise Rost an den Bremsen festsetzen oder es kann auch die Luft aus den Reifen entweichen. Kurzum: Sicherheitsrelevante Bestandteile wurden angegriffen und die Fahrtüchtigkeit - und daher auch: Verkehrssicherheit - unseres Gefährts ist eingeschränkt.

Also unterziehen wir unser Fahrrad vor der ersten Ausfahrt einer sorgfältigen Kontrolle - und reparieren hie und da.

Was es zu beachten gilt

Und die Kontrolle muss schon gründlich sein - erschließen sich sicherheitsrelevante Probleme erst doch beim zweiten Hinsehen: Dass Reifen platt sind, die Bremsen locker oder Kabel korrodiert sind - diese Mängel erschließen sich einem freilich schon beim ersten Überprüfen.

Die Fahrradverordnung sieht vorne einen weißen und hinten einen roter Reflektor vor - diese können auch direkt im Scheinwerfer beziehungsweise im Rücklicht integriert sein. Apropos: Diese - also Scheinwerfer und Rücklicht - müssen naturgemäß auch im Dunkeln leuchten, auch aufsteckbare und/oder batteriebetriebene Varianten sind hier möglich.

Wobei: Das Rücklicht darf auch in Form eines Blinklichts vorhanden sein. Laut dem Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sind jedoch „Scheinwerfer und Rücklichter, die am Körper getragen werden“, nicht zulässig - diese müssen schon direkt am Rad angebracht sein.

Und nicht zu vergessen: Vorgesehen ist zudem ein seitlich gelber Rückstrahler beziehungsweise alternativ weiß oder gelb reflektierende Reifen. Die Pedale haben mit gelben Rückstrahlern ausgestattet zu sein. Selbstverständlich muss unser Drahtesel auch mit einer Klingel oder einer Hupe bestückt sein.

Die Schrauben anziehen!

Bei den Bremsen sind zwei unabhängig voneinander funktionierende Systeme vorgeschrieben. Deshalb gilt es bei der Frühlingsüberprüfung, auch auf die Bremssysteme zu achten. Diese dürfen weder zu „hart“ noch abgenutzt sein: Damit die Bremse einfach zu betätigen ist, müssen die Bremszüge leichtgängig sein. Selbiges gilt für die Schaltzüge - wenn diese also schwergängig oder zerschlissen sind, heißt es, diese umgehend zu ersetzen.

Kommen wir zum Lenkkopflager, das bei Fahrrädern auch als „Steuersatz“ bezeichnet wird - wir sprechen über das Lager, das die Gabel drehbar mit dem Rahmen verbindet: Hier darf es keinerlei Spiel geben, wenn man den Lenker „durchdreht“ (also von einer Seite bis zur anderen dreht).

Ruckelt man bei angezogener Vorderradbremse und es bewegt sich etwas, muss folglich der Lenker oder das Lenkkopflager angezogen werden. Generell gilt es, alle Schrauben am Rad zu überprüfen: Sitzen diese fest? Wenn nicht, müssen diese nachgezogen werden.

Immer auch auf die Reifen achten

Reifen sollten nicht nur ausreichend Profil aufweisen - auch dürfen sie nicht spröde sein. Tatsächlich lassen sich die meisten Reifenpannen mit dem richtigen Luftdruck verhindern. Hier sollte man also peinlich genau auf den richtigen Luftdruck achten - in Abhängigkeit von Reifengröße und Modell kann dieser zwischen 2,0 und 9,2 bar liegen.

Kommen wir schließlich zur Fahrradkette: Diese muss ausreichend gespannt sein. Zum Schmieren empfiehlt sich ein Kettenöl. Experten gehen davon aus, dass die Kette nach 3.000 bis 6.000 Kilometern einigermaßen abgenutzt ist, und folglich ersetzt werden sollte. Vorsicht ist hier geboten, weil sich andernfalls die Kettenräder zu stark abnutzen.

Übrigens: Den Zustand der Bereifung, der Kette, der Schaltung und des Rahmens überprüft man am einfachsten, indem man das Rad „auf den Kopf“ stellt - also auf den Lenker und auf den Sattel. Die Gangschaltung - also Ketten- sowie Nabenschaltung - gehören selbstverständlich auch justiert.

Weiterführende Informationen

Die kostenlos herunterladbare Broschüre „Richtig ausgerüstet“ und das gleichnamige Faltblatt des BMVIT erklären, wie ein verkehrssicheres Fahrrad zu funktionieren hat.

Videos des ADFC zeigen, worauf man bei der Justierung der Gangschaltung achten sollte.

Weitere Tipps zur Kontrolle, aber auch zur Pflege eines Fahrrades gibt es online beim ADFC und unter www.radworkshop.info, einem Webportal der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA), sowie in der Broschüre „Der Radlgeber“ - diese Broschüre ist unter www.klimaaktiv.at, einem Webauftritt des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kostenlos abrufbar.


Leben auf Kosten der nächsten Generation?

Ist der finanzielle Pensionsschock garantiert? UNIQA errechnet die Zukunft des Pensionssystems und sieht die private Vorsorge als Gebot der Stunde. mehr...

(kunid) Wider die Zukunftsvergessenheit: Aufgrund der Alterung der Bevölkerung besteht Handlungsbedarf beim Pensionssystem. Ein Trend geht hin zu Fondsgebundenen Lebensversicherungen mit multifunktionalen Zusatzbausteinen - wie Absicherung gegen Einkommenseinbußen bei Berufsunfähigkeit oder Auszahlungen bei schweren Krankheiten, Weiterzahlung der Prämien bei Verdienstunfähigkeit sowie Pensionsgarantien.

Auch Diskussionen rund um das österreichische Pensionssystem sind einer Konjunktur unterworfen: Gegenwärtig kocht dieses Streitthema - befeuert durch die jüngste Budgetdebatte - wieder hoch. Experten haben sich daher aus aktuellem Anlass die Frage gestellt, was uns das Pensionssystem in der Zukunft kostet.

Zuletzt im Jahr 2015 erhoben, liegen die Fakten (Quelle: Statistik Austria) vor: 2015 waren in Österreich 5,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 59 Jahre alt, und 2,1 Millionen Menschen waren 60 Jahre oder älter.

Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2045 schon 3,2 Millionen und 2060 sogar 3,3 Millionen Menschen in Österreich über 60 Jahre alt sein werden. Das wären dann in etwa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mit welchen Pensions-Kosten haben wir also zu rechnen?

Worst Case im Umlageverfahren

Österreichs staatlichem Pensionssystem liegt ein sogenanntes Umlageverfahren zu Grunde - das heißt: Jene Menschen, die arbeiten, finanzieren die Pensionen der Menschen im Ruhestand.

Viele von uns können sich noch erinnern - über eine lange Zeit haben wir im Kopf mit einer einfachen Gleichung gerechnet: Drei Personen im erwerbsfähigen Alter kommen auf einen Pensionisten. Gegenwärtig liegt dieses Verhältnis bei 2,5. Und etwa ab dem Jahr 2025 könnte diese Relation unter den Wert von zwei fallen, um bis 2060 nur noch knapp über eins zu liegen.

Dazu UNIQA-Chefökonom Martin Ertl: „Diese Entwicklung bringt unser öffentliches Pensionssystem in eine Schieflage.“ 2015 musste der Staat schon rund zehn Milliarden Euro in das Pensionssystem zuschießen, das sind circa 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Blieben die Parameter gleich - bliebe etwa auch das faktische Pensionsalter unverändert bei durchschnittlichen 60 Jahren - erfüllt der Worst Case mit Schrecken: Die Kosten für das Bundesbudget würden dann auf 168,4 Milliarden Euro im Jahr 2060 explodieren, warnt Ertl.

Internationale Organisationen sind alarmiert

Vorneweg: Schon heute landet jeder vierte Euro, den der Staat über Steuern von seinen Bürgern eintreibt, im Pensionssystem. Möchte der Staat den Status Quo aufrechterhalten, muss er sich - immer mehr - neues Geld leihen.

Punkto Pensionen gilt Österreich daher als viel zu spendables Land. Das bescheinigen uns supranationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder die EU-Kommission immer wieder.

So stellt der aktuelle EU-Länderbericht Österreich die Rute ins Fenster: „Große finanzielle Herausforderungen“ stehen uns bevor, da die Kosten für Gesundheitsversorgung, Langzeitpflege und Pensionen in Zukunft „erheblich steigen dürften“.

Die Wahrheit ist nämlich: Wirklich leisten kann sich Österreich diese Großzügigkeit nicht. Wie lange wird also noch auf Kosten der nächsten Generation gelebt? Mit der steigenden Verschuldung werden die finanziellen Folgen tatsächlich auf jüngere Menschen abgewälzt - ein finanzieller Pensionsschock für die Jungen ist damit garantiert.

Vorsorgemodelle gegen die Zukunftsvergessenheit

Die große Frage lautet daher: Wie lässt sich diese demographische und finanzpolitische Entwicklung in einem zukunftsfitten Pensionssystem abbilden? Zur Entlastung der öffentlichen Haushalte drängen sich vielfältige Änderungen im Arbeitssystem auf.

So ist etwa der geschlechtsspezifische Pensionsunterschied bei den 65-74 Jährigen in Österreich mit 40,5 Prozent besonders ausgeprägt. Sprich: Dass Frauen früher in Pension geschickt werden, ist auch nicht immer in deren Interesse - aber auch nicht im Interesse der Kosteneffizienz.

Um die persönliche Vorsorge werden wir - die arbeitende Bevölkerung - nicht herumkommen. Beispielsweise bieten sich hier auch Fondsgebundene Lebensversicherungen an. Diese Produkte zeichnen sich durch eine große Beweglichkeit aus - wie in der klassischen Lebensversicherung sind hierbei schon Entnahmen und Zuzahlungen während der Laufzeit möglich, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen.

Vorsorgebeispiel Fondsgebundene Lebensversicherung

Fondsgebundene Lebensversicherungen werden immer mehr zum Kern eines modernen „Rundum-Sorglos-Pakets“: Generell geht der Trend hin zu diesen Produkten mit multifunktionalen Zusatzbausteinen.

Zu den modularen Bausteinen gehören beispielsweise die Absicherung gegen Einkommenseinbußen im Falle von Berufsunfähigkeit, auch Auszahlungen bei schweren Krankheiten, zudem möglicherweise eine Weiterzahlung der Prämien bei Verdienstunfähigkeit sowie auch Pensionsgarantien.

Nachschauen und tiefergehend informieren

Ein YouTube-Video erklärt das österreichische Pensionssystem kurz (2:56 Minuten) und bündig.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
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