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Aktuelle Nachrichten

Die häufigsten Todesursachen

Es gibt zwei Todesursachen, die seit Jahren für mehr als zwei Drittel aller Todesfälle in Österreich verantwortlich waren. Welche dies sind und was sonst noch besonders häufig zum Tod in 2016 führte, belegt eine aktuelle Veröffentlichung der Statistik Austria. mehr...

(kunid) Insgesamt sind seit Jahrzehnten Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste und Krebsleiden die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Die Daten der Statistik Austria zeigen zudem, an welchen Leiden die Menschen hierzulande sonst noch sterben. Außerdem sind aus der Statistik zum Teil deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Todesfallursachen und dem durchschnittlichen Sterbealter zu erkennen.

Nach den vor Kurzem veröffentlichten Daten der Statistik Austria verstarben letztes Jahr 80.669 Personen in Österreich – 51,6 Prozent waren Frauen und 48,4 Prozent Männer. Insgesamt 33.248 Personen, das waren 41,2 Prozent aller in 2016 Verstorbenen, erlagen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei 20.182 Personen beziehungsweise 25,0 Prozent wurde der Tod durch ein Krebsleiden verursacht. Damit starben 66,2 Prozent, also mehr als zwei Drittel aller Todesfälle, an diesen beiden Leiden.

Die anderen Todesursachen waren Erkrankungen der Atmungsorgane, nämlich bei 4.335 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent aller Verstorbenen, der Verdauungsorgane (2.856 Personen oder 3,5 Prozent) und sonstige Krankheiten (15.835 Personen oder 19,6 Prozent). Eines nicht natürlichen Todes, zum Beispiel durch Unfallverletzungen oder Vergiftungen, starben 4.213 Personen beziehungsweise 5,2 Prozent.

Deutlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen

Betrachtet man die Sterbefälle nach Männern und Frauen getrennt, zeigen sich zum Teil erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Das durchschnittliche Sterbealter der Männer betrug letztes Jahr 75,0 Jahre, das der Frauen jedoch 81,8 Jahre. Deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede gab es zudem bei den einzelnen Todesfallursachen.

So lag der prozentuale Anteil aller Männer, die 2016 an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung starben, im Vergleich zu allen im gleichen Jahr verstorbenen Männern bei 36,8 Prozent. Der geschlechtsspezifische Anteil an den Sterbefällen war bei den Frauen mit 45,4 Prozent jedoch deutlich höher. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei dieser Todesursache bei den Männern bei 79,9 Jahren und bei den Frauen bei 86,6 Jahren.

Der geschlechtsspezifische Anteil an den Sterbefällen der Männer, die an Krebs und bösartigen Neubildungen verstarben, betrug 27,6 Prozent, der der Frauen 22,6 Prozent. Das durchschnittliche Sterbealter mit 72,8 Jahren bei den Männern und 74,3 Jahren bei den Frauen war bei diesem Leiden jedoch fast gleich.

Männer sterben wegen Verletzungen durchschnittlich mit 62 Jahren

Anders hingegen bei den Personen, die durch Verletzungen oder Vergiftungen 2016 ums Leben kamen. Hier lag das Sterbealter der Männer im Durchschnitt bei 62,0 Jahren und das der Frauen bei 73,6 Jahren, und damit rund zwölf Jahre auseinander. Zudem sterben zahlenmäßig und anteilig deutlich mehr Männer als Frauen an dieser Ursache. Konkret lag der geschlechtsspezifische Anteil an allen Sterbefällen bei den Männern, die an Verletzungen und Vergiftungen starben, bei 6,7 Prozent, das waren 2.597 Männer. Bei den Frauen betrug der Anteil 3,9 Prozent, was 1.616 Frauen entsprach.

Damit sind Verletzungen und Vergiftungen bei den Männern die vierthäufigste, bei den Frauen jedoch die fünfthäufigste Todesfallursache. Auch bei den übrigen Todesfallursachen gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. So war bei allen verstorbenen Männern bei 5,9 Prozent und bei allen verstorbenen Frauen bei 4,8 Prozent eine Erkrankung der Atmungsorgane die Todesfallursache. Männer starben durchschnittlich mit 78,3 Jahren, Frauen dagegen mit 81,8 Jahren daran.

4,3 Prozent der Männer und 2,9 Prozent der Frauen, die 2016 starben, erlagen einer Krankheit der Verdauungsorgane. Im Durchschnitt wurden die betroffenen Männer 69,3 Jahre und die Frauen 77,2 Jahre alt. Der geschlechtsspezifische Anteil an den Sterbefällen bei den sonstigen Krankheiten als Todesfallursache lag bei den Männern bei 18,8 Prozent und bei den Frauen bei 20,4 Prozent, das durchschnittliche Sterbealter betrug hier bei den Männern 73,6 Jahre und bei den Frauen 81,7 Jahre.

Rückläufige Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Leiden

Betrachtet man die Todesursachen-Statistiken seit 1970, zeigt sich, dass der prozentuale Anteil derjenigen, die an einer Neubildung beziehungsweise Krebserkrankung starben, zugenommen hat. Während beispielsweise zwischen 1970 bis 1980 jährlich zwischen 19,6 bis 20,9 Prozent aller Sterbefälle durch bösartige Neubildungen verursacht wurden, waren es seit 2006 bis 2016 zwischen 24,5 und 26,2 Prozent.

Auch wenn der prozentuale Anteil der Todesursache Krebs tendenziell zunimmt, bedeutet das nicht, dass tatsächlich mehr Personen an Krebs starben. Während die Anzahl der jährlichen Krebstoten zwischen rund 18.600 und 20.500 seit 1970 fast gleich geblieben ist, ist nämlich die Anzahl aller Verstorbenen seit 1970 tendenziell gesunken, und zwar von fast 99.000 in 1970 auf rund 81.000 in 2016. Einen signifikanten Rückgang anteilig und summenmäßig gibt es jedoch bei den tödlich verlaufenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verzeichnen.

Der Sterbeanteil durch ein Herz-Kreislauf-Leiden betrug von 1970 bis 1980 noch zwischen 47,3 bis 53,0 Prozent, 1998 waren es sogar 54,3 Prozent. Seit 2006 liegt der Sterbeanteil durch diese Todesfallursache erheblich niedriger, nämlich zwischen 44,0 bis 41,2 Prozent – der niedrigste Wert ist der aktuelle von 2016 –, Tendenz sinkend. Zahlenmäßig starben in den 70er-Jahren zwischen circa 45.000 und 49.400, in den 2010er-Jahren dagegen „nur“ zwischen 33.100 und 35.500 Personen.

Finanzieller Schutz für Angehörige

Wer sichergehen möchte, dass im Todesfall die Angehörigen wie Ehepartner oder Kinder finanziell ausreichend versorgt sind, sollte frühzeitig eine entsprechende Vorsorge treffen. Wichtig dabei ist, dass der Hinterbliebenenschutz ausreichend hoch ist, damit die Angehörigen finanziell sorgenfrei leben können – und zwar egal, ob jemand aufgrund einer Krankheit oder infolge eines Unfalles stirbt.

Die Höhe hängt von diversen Kriterien wie der Anzahl der zu versorgenden Hinterbliebenen, der Höhe der gesetzlichen Absicherung, den vorhandenen Verbindlichkeiten und den bisherigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab. Bei der Ermittlung, wie hoch die Hinterbliebenen-Absicherung für einen ausreichenden Schutz sein sollte, und welche Vorsorgelösungen individuell passend sind, hilft ein Versicherungsexperte weiter.

Wie bei der Altersvorsorge gilt auch beim Hinterbliebenenschutz, je früher man mit einer entsprechenden Absicherung beginnt, desto niedriger sind die Prämien.


So sieht Österreichs Büroalltag aus

Marktforscher sind der Frage nachgegangen, wie der Arbeitsalltag von Erwerbstätigen, die überwiegend Bürotätigkeiten verrichten, aussieht. Unter anderem wurde untersucht, wovon sich die meisten gestresst fühlen und wie viele tatsächlich noch Freude am Job haben. mehr...

(kunid) Eine aktuelle Umfrage eines Marktforschungs-Instituts zeigt, dass sich rund drei von zehn Beschäftigten, die hauptsächlich im Büro arbeiten, im Job stark gestresst fühlen. Die Befragung belegt zudem, dass Stress im Gegensatz zur Arbeitsauslastung diverse negative Auswirkungen hat.

Die Marktforscher der Marketagent.com online research GmbH haben in Kooperation mit einem Weiterbildungsanbieter, einem Büroausstatter und einem Jobportal im Rahmen des „Office Reports 2017“ erhoben, wie der Alltag an den heimischen Arbeitsplätzen aussieht. In das Studienergebnis eingeflossen sind Aussagen aus 2.150 durchgeführten Interviews mit Personen, die überwiegend im Büro arbeiten. Davon hatten 28,9 Prozent der Befragten eine leitende Funktion. Die Teilnehmer wurden gebeten, jeweils über ihren vorangegangenen Arbeitstag Auskunft zu geben.

Laut der Studie beginnt der Arbeitstag im Mittel für die Beschäftigten um 7:40 Uhr. Der Arbeitstag neigt sich für zwei Drittel ungefähr zur geplanten Zeit dem Ende zu – im Mittel um 16:29 Uhr. Für 26,1 Prozent ist es am vergangenen Arbeitstag allerdings später geworden als eigentlich vorgesehen. 7,7 Prozent konnten dagegen schon frühzeitig nach Hause.

Niedrige Bevölkerungsdichte im Büro bevorzugt

In einem Einzelbüro arbeiten 22,7 Prozent. Etwa ein Viertel sitzt mit einem Kollegen in einem Zwei-Personen-Büro. Mehr als ein Drittel teilt sich das Büro mit zwei bis neun weiteren Mitarbeitern. Ein Zehntel hat noch mehr Gesellschaft.

Bei der Frage, ob man sich in der Arbeitsumgebung wohlfühlt und ob diese konzentriertes Arbeiten und Kreativität ermöglicht, zeigt sich deutlich: Je mehr Kollegen im Büro sind, desto geringer ist die Anzahl der positiven Rückmeldungen.

Vor allem wenn es um ausreichende „Rückzugsmöglichkeiten“ geht, ist die Zufriedenheit – freilich nicht ganz unerwartet – bei jenen, die ein „Einzelzimmer“ haben, am stärksten ausgeprägt.

Jeder Dritte freut sich auf den Arbeitstag

Insgesamt freut sich mehr als ein Drittel „sehr“ (7,7 Prozent) oder zumindest „eher“ (27,0 Prozent) auf einen neuen Arbeitstag im Büro. Nur „mittelmäßig“ war die Freude bei 41,4 Prozent. Bei den übrigen 23,9 Prozent gibt es wenig bis gar keine Begeisterung. Im Ergebnis zeigt sich, je höher die Auslastung durch den Job, desto höher die Vorfreude.

So freuen sich bei einer nach eigenen Angaben geringen Arbeitsauslastung 26,9 Prozent, bei einer hohen Auslastung jedoch 37,0 Prozent. Im Gegensatz dazu gilt, je größer der Stress, desto niedriger die Vorfreude.

Bei einem niedrigen Stresslevel freuen sich 42,3 Prozent, bei einem hohen jedoch nur 23,6 Prozent auf den neuen Arbeitstag. Am motiviertesten sind offenbar die Ein-Personen-Unternehmen: Stolze 56,4 Prozent freuten sich (sehr oder eher) auf den vor ihnen liegenden Tag. Je größer das Unternehmen, desto geringer ist in der Umfrage der Anteil derer, bei denen der Start in den Arbeitstag von Vorfreude geprägt ist: Bei Firmen mit 250 und mehr Mitarbeitern lag er bei nur noch 29,2 Prozent.

Für die meisten geht es mit PC und Mails los

Wie beginnt der Arbeitstag im Büro? Für den Großteil mit dem Hochfahren des PCs (69,6 Prozent) und der Bearbeitung der E-Mails (58,7 Prozent). Jeweils etwa ein Drittel hat sich erst einmal mit Kaffee oder Tee auf die Arbeit eingestimmt, sich mit den Kollegen unterhalten und/oder erste Aufgaben erledigt.

Rund ein Viertel (26,0 Prozent) hat am vorangegangenen Arbeitstag an einer Sitzung teilgenommen, ein weiteres Viertel (26,6 Prozent) an zwei oder sogar mehr. Durchschnittliche Gesamtdauer: 1 Stunde, 51 Minuten (Median).

Wer eine leitende Funktion hat, sitzt öfter in Meetings als Befragte ohne leitende Position. Doch nur 39,6 Prozent meinen, dass drei Viertel bis 100 Prozent der Zeit, die sie für Meetings verwendet haben, gut investiert waren. 20,3 Prozent hatten dagegen den Eindruck, dass nur ein Viertel der Sitzungsdauer oder weniger produktiv war.

Sechs von zehn sind ausgelastet

In Bezug auf die Produktivität fühlen sich sechs von zehn Befragten während des Arbeitstages stark (36,9 Prozent) oder sehr stark (23,7 Prozent) ausgelastet, weitere 31,4 Prozent „mittelmäßig“ und acht Prozent nur in eher oder sehr geringem Ausmaß. Als richtiggehend gestresst bezeichnen sich zudem 9,1 (sehr) und 19,9 (eher) Prozent. Ein Drittel empfindet mittelmäßigen Stress.

Die übrigen 38,9 Prozent sprechen von weniger (25,8 Prozent) oder gar keinem Stress (31,1 Prozent). Die am häufigsten genannte Stressursache, nämlich von jedem siebten Befragten (14,2 Prozent), ist Zeitdruck.

Weitere Stressgründe sind laut Umfrage in 7,2 Prozent der Fälle unerfreuliche Kundenkontakte, in jeweils knapp sieben Prozent der Fälle ein hohes Telefonaufkommen und störende Anrufe sowie die Notwendigkeit, vieles auf einmal erledigen zu sollen. Weitere Stressursachen sind für jeden Zwanzigsten zu viel Arbeit und jeweils für jeden Fünfundzwanzigsten unfreundliche oder faule Kollegen, unnötige Meetings, die Art der Tätigkeit sowie der Chef oder Vorgesetzte an sich.

Für vier Fünftel macht ihre Arbeit Sinn

Sieben von zehn Personen beurteilen ihre Work-Life-Balance im Wesentlichen positiv, die anderen 30,9 Prozent sagen, dass sie eher oder überhaupt nicht genug Zeit für Privates vor oder nach der Arbeit haben. Ein Viertel tut sich eher oder sehr schwer, nach der Arbeit abzuschalten.

Je gestresster ein Beschäftigter sich während der Arbeit fühlt, desto schlechter kann er nach Büroschluss abschalten. So konnten 90,7 Prozent der Erwerbstätigen, die sich nicht gestresst fühlen, nach der Arbeit abschalten, allerdings nur 46,9 Prozent derer, die ein hohes Stresslevel aufweisen.

Positiv: 81,7 Prozent haben nach der Arbeit das Gefühl, eher oder auf jeden Fall etwas Sinnvolles getan zu haben. Im Gegensatz dazu stellen sich 18,3 Prozent mehr oder weniger die Sinnfrage. Hier zeigt die Umfrage, je höher die Arbeitsauslastung, desto höher die Zufriedenheit, aber je höher der Stress in der Arbeit, desto unglücklicher ist man mit seiner persönlichen Leistung.

Gut ein Drittel sucht Veränderung

Ärgern mussten sich – über jemanden oder etwas – 13,4 Prozent „sehr“ und weitere 46,0 Prozent „ein wenig“. Meistgenannter Quell des Ärgers waren unfreundliche oder faule Kollegen, mit einigem Abstand gefolgt vom Verhalten von Vorgesetzten oder Kunden. Trotzdem: Überwiegend herrscht Zufriedenheit, was die Stimmung im Büro betrifft: 71,8 Prozent bewerten sie als sehr oder eher positiv. 6,8 Prozent geben ein negatives Urteil ab.

Den Wunsch nach beruflicher Veränderung verspürt übrigens nur der kleinere, wenngleich ein respektabler Teil der Befragten. 19,3 Prozent wollen in der gleichen oder einer ähnlichen Branche oder im gleichen oder ähnlichen Berufsfeld bleiben. 16,2 Prozent wollen sich ebenfalls verändern, jedoch etwas völlig anderes machen als bisher.

Dabei steigt der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung mit dem Stresslevel im Job. Während nur jeder vierte Erwerbstätige mit wenig beruflichem Stress, einen Jobwechsel möchte, ist es bei den Gestressten fast jeder Zweite.

Stressfrei für die Gesundheit

Andauernder Stress kann im Übrigen auch zu massiven gesundheitlichen Problemen führen, wie diverse Studien belegen. Das öffentliche Gesundheitsportal www.gesundheit.gv.at des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) enthält diesbezüglich ein eigenes Kapitel zum Thema Stress im Berufsleben.

Neben Informationen zu den häufigsten Folgen von chronischem Stress wie Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit bis hin zum Burn-Out, finden Interessierte hier kostenlos diverse Tipps und Hilfen, wie zum Beispiel ein Zeitmanagement-Tool, um Stress zu vermeiden beziehungsweise abzubauen.

Zudem enthält das Webportal diverse Anlaufstellen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber rund um das Thema Gesundheit im Betrieb.


Hohe Skepsis bezüglich der Pensionshöhe

Eine aktuelle Umfrage ergab, dass viele nicht wissen, wie hoch die Differenz zwischen der voraussichtlichen staatlichen Pension im Alter und ihrem aktuellen Erwerbseinkommen ist – und das, obwohl die meisten nicht glauben, dass die Alterspension alleine finanziell ausreichen wird. mehr...

(kunid) Knapp zwei von drei Bürgern gehen laut einer Befragung davon aus, dass die staatliche Pension nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Allerdings wissen nur wenige, wie hoch der persönliche „Einkommensausfall“ bei Pensionsantritt sein wird. Dies lässt sich jedoch ändern.

Für eine Studie des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich und eines Versicherers hat das Marktforschungsinstitut Market in diesem Jahr 1.000 Österreicher ab 16 Jahren zum Thema gesetzliche Pension befragt.

Ein Studienergebnis ist: Nur 33 Prozent aller Befragten vermuten, dass die staatliche Pension nicht ausreichen wird (oder ausreicht), um den Lebensstandard in der Pension zu sichern. Ganze 61 Prozent rechnen eher nicht oder gar nicht damit.

Nur wenige wissen, wie hoch ihre „Pensionslücke“ sein wird

Frauen sind diesbezüglich sogar noch skeptischer als Männer. Während bei den Männern 58 Prozent glauben, dass sie mit der staatlichen Pension alleine ihren Lebensstandard nicht oder eher nicht halten können, sind es bei den Frauen sogar 63 Prozent.

Auch die Jüngeren sind deutlich pessimistischer als die Älteren: Nur 13 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 17 Prozent der 30- bis 49-Jährigen gehen davon aus, dass die Pension aus der staatlichen Pension genügen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Doch selbst bei den Über-50-Jährigen sind mit 53 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten dieser Meinung.

Lediglich ein Drittel der Österreicher hat sich schon – zumindest einmal – die voraussichtliche Differenz zwischen aktuellem Gehalt und künftiger Pension, also die „Pensionslücke“ berechnen lassen. 60 Prozent haben sich über ihre persönliche Pensionslücke noch nicht informiert, doch zumindest jeder Vierte hat das noch vor.

Für eine individuell passende Vorsorge

Wer genau wissen möchte, wie hoch das Einkommen im Alter entsprechend der aktuellen Situation sein wird und inwieweit eine Pensionslücke besteht, kann dies umfassend von einem Versicherungsfachmann der privaten Versicherungswirtschaft berechnen lassen.

Neben den gesetzlichen Pensionsansprüchen spielen auch andere Faktoren wie die Inflation, aber auch weitere Einnahmen beispielsweise durch Kapitalerträge, Vermietungen oder auch durch private oder betriebliche Altersvorsorge eine Rolle, die zu berücksichtigen sind.

Um das Defizit zwischen dem eigentlich notwendigen Alterseinkommen und den zu erwartenden Altersbezügen auszugleichen, bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Vorsorgeprodukte an, die zum Teil auch staatlich gefördert werden.


Wenn das Auto geklaut oder beschädigt wird

Wird das eigene Auto gestohlen oder bei einem selbst verschuldeten Unfall beschädigt, erhält man nur dann einen finanziellen Schadenersatz, um den geklauten Wagen ersetzen oder die Unfallschäden reparieren zu können, wenn ein entsprechender Versicherungsschutz besteht. mehr...

(kunid) Der Preis für einen neuen Pkw liegt meist bei rund ein bis drei Jahresgehältern eines Durchschnittsverdieners. Und auch ein guter Gebrauchter kostet in der Regel mehrere Tausend Euro. Für viele Autobesitzer wäre es daher ein finanzielles Problem, wenn sie nach einem Kfz-Diebstahl oder einem selbst verschuldeten Unfall selbst für den dadurch entstandenen Schaden aufkommen müssten.

Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die mit dem versicherten Fahrzeug bei anderen verursacht wurden. Zudem lehnt sie unangemessene Schadensforderungen Dritter ab. Wenn jedoch der eigene Wagen gestohlen wird, erhält der Bestohlene keinen Cent, wenn „nur“ eine Kfz-Haftpflichtversicherung besteht.

Auch wenn der Wagen durch Hagel, Sturm, Brand, Lawinen oder Überschwemmung beschädigt wird oder ein Unfallverursacher nicht zur Haftung herangezogen werden kann, weil er unerkannt flüchtete, bleibt der Pkw-Besitzer ohne eine passende Kaskoabsicherung auf den Schadenkosten sitzen. Das Gleiche gilt, wenn der Autobesitzer oder ein anderer berechtigter Fahrer selbst fahrlässig einen Unfall verursacht und dabei das eigene Auto zu Schaden kommt.

Bei einem Unfall oder einem Diebstahl

Wer sich einen fabrikneuen oder auch teuren gebrauchten Pkw anschafft, sollte daher eine Vollkaskoversicherung abschließen. Diese deckt unter anderem Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch einen selbst verursachten Unfall entstanden sind, ab. Auch Kfz-Schäden durch Dritte, die nicht zur Haftung herangezogen werden können, wie dies zum Beispiel bei unbekannten Unfallflüchtigen oder auch bei Vandalismusschäden durch Unbekannte der Fall ist, übernimmt eine bestehende Vollkasko.

Zudem ist bei einer solchen Kaskoabsicherung automatisch auch der Versicherungsschutz durch die Teilkaskoversicherung, auch Elementarkasko genannt, enthalten. Eine Teilkaskoversicherung tritt beispielsweise ein, wenn das eigene Fahrzeug gestohlen oder durch Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch, Lawine, Schneedruck, Überschwemmung sowie bei einem Unfall mit Haarwild beschädigt wurde.

Was Neuwagenbesitzer beachten sollten

Besonders zu beachten für Neuwagenbesitzer: Durch die Kaskoversicherung wird je nach Vereinbarung bei einem Totalschaden oder bei Verlust des Pkws durch Diebstahl entweder der Marktwert, also der Wert des Wagens bei Schadeneintritt, oder der Neuwert des Autos erstattet. Neufahrzeuge verlieren jedoch oftmals bereits innerhalb eines Jahres zwischen 20 und 30 Prozent an Wert. Danach beträgt der Verlust in der Regel jährlich nochmals rund zehn Prozent oder mehr.

Wird nur der Marktwert erstattet, müsste der Besitzer eines Neuwagens schon innerhalb eines Jahres nach dem Autokauf wegen des hohen Wertverlustes mit erheblichen finanziellen Einbußen im Vergleich zum Kaufpreis rechnen. Wer einen Neuwagen hat, sollte daher darauf achten, dass in der Vollkaskoversicherung eine sogenannte Neupreis- oder auch Neuwertentschädigung vereinbart ist.

Zeitlich gestaffelte Neuwertentschädigung

Je nach Vertragsvereinbarung erhält dann der Kfz-Besitzer nach einem Totalschaden oder im Falle eines Diebstahls den Neuwert erstattet, wenn das Schadenereignis innerhalb sechs, zwölf, 18 oder auch 24 Monaten nach dem Kauf eingetreten ist. Zusätzlich kann im Rahmen einer Neuwertentschädigung vereinbart sein, dass bei einem späteren Unfall mit Totalschaden nicht nur der Wiederbeschaffungswert, sondern maximal ein zeitabhängiger fester Prozentsatz des Kauf- oder Listenpreises erstattet wird.

So kann vereinbart sein, dass bei einem Unfall mit einem Totalschaden in den ersten sechs Monaten nach der Erstzulassung der Neuwert und bei einem entsprechenden Unfall zwischen dem siebten und zwölften Monat der Erstzulassung maximal 90 Prozent des Listenpreises erstattet werden. Das heißt, im Falle eines Totalschadens würde der Versicherte auch zwölf Monate nach der Erstzulassung 90 Prozent des Neupreises erhalten, obwohl das Auto nach dieser Zeit beispielsweise nur noch 70 oder 80 Prozent des Listenpreises tatsächlich wert gewesen wäre.


Die Sorge vor Naturkatastrophen nimmt zu

Während Österreich weitere Klimaveränderungen bevorstehen, geht zwischen dem Bedrohungsgefühl der Bevölkerung und ihrer Vorsorgebereitschaft eine Schere auf, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. mehr...

(kunid) Etwa alle drei Jahre ist in Österreich laut dem Verband der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) mit einer größeren Naturkatastrophe zu rechnen. Drei Viertel der Österreicher fühlen sich laut einer neuen Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) von solchen Ereignissen gefährdet – und damit mehr als in den Vorjahren.

In Österreich muss man derzeit etwa alle drei Jahre mit einer Naturkatastrophe mit einem Schadenausmaß von mehr als 200 Millionen Euro an versicherten Schäden rechnen. Diese Aussage traf vor Kurzem Othmar Ederer, Präsident des Verbandes der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO) bei einer gemeinsamen Konferenz mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Temperaturen steigen

ZAMG-Direktor Michael Staudinger skizzierte in diesem Zusammenhang auch die klimatischen Änderungen, mit denen Österreich konfrontiert ist. Er hob vor allem die Entwicklung der Temperaturen hervor. Die in Österreich fünf wärmsten Jahre der 250-jährigen Messgeschichte der ZAMG waren – in dieser Reihenfolge – 2014, 2015, 1994, 2016 und 2007.

Die Anzahl der Hitzetage habe in den Ballungszentren stark zugenommen, berichtete Staudinger. Dieser Trend werde sich weiter fortsetzen. Im Süden Österreichs drohten längere Dürreperioden – und damit auch eine größere Waldbrandgefahr.

Was Niederschläge betrifft, sprach Staudinger von einer Zunahme von Extremereignissen und einer leichten Zunahme des Gesamtniederschlags. Das heißt: mehr Wasser in kürzerer Zeit. Dies betreffe vor allem den Norden des Landes.

Kleine Änderungen, große Auswirkungen

In jüngster Vergangenheit habe sich auch gezeigt, wie selbst geringfügige Änderungen große Auswirkungen haben können.

So sei Frost im April und Mai zwar nichts Ungewöhnliches. In Kombination mit dem – aufgrund höherer Temperaturen – früher einsetzenden Wachstum der Vegetation bringe er jedoch größere Schäden für die Landwirtschaft.

Hinzu komme, dass sich invasive Arten, die früher durch Frost dezimiert wurden, leichter von Süden nach Norden ausbreiten können. Das könne sowohl für die Landwirtschaft als auch die menschliche Gesundheit ein Problem darstellen.

Schere zwischen Bedrohungsgefühl und Vorsorgebewusstsein

KFV-Direktor Othmar Thann berichtete aus einer aktuellen KFV-Umfrage unter 1.000 Personen, dass sich 73 Prozent der Österreicher durch Naturkatastrophen-Ereignisse gefährdet fühlen – mehr als in den Vorgänger-Umfragen von 2013 (67 Prozent) und 2015 (68 Prozent). Als Paradoxon bezeichnete er, dass die Sensibilisierung offenbar zugenommen habe, gleichzeitig aber der Grad des Vorbereitet-Seins stagniere oder sogar leicht rückläufig sei.

Dass hier „eine Schere aufgeht“, sieht Thann darin begründet, dass die Verantwortung oftmals gerne bei anderen gesehen werde. So gaben 42 Prozent an, dass Vorsorgemaßnahmen exklusive Sache der staatlichen Behörden und „öffentlich“ zu treffen seien. Man sehe die Zuständigkeit vorzugsweise bei Feuerwehr, Bundesheer und Organisationen wie dem Roten Kreuz und verlasse sich damit auf Freiwillige, sagte Thann.

Wer in den letzten zehn Jahren selbst von Naturereignissen betroffen gewesen ist, stehe eigenverantwortlicher Vorsorge jedoch aufmerksamer gegenüber – was schon bei einfachen Maßnahmen beginnt, so eine weitere Aussage des KFV. So sollten beispielsweise wertvolle Gegenstände nicht im hochwassergefährdeten Keller gelagert werden.

Finanzieller Eigenschutz bei Naturkatastrophen-Schäden

Darüber hinaus bietet die Versicherungswirtschaft diverse finanzielle Absicherungslösungen für Privatpersonen und Unternehmen hinsichtlich Naturkatastrophen-Schäden an. Immobilienbesitzer können zum Beispiel Schäden an ihrem Haus durch Brand, Sturm, Blitzeinschlag, Schneedruck, Steinschlag und Erdrutsch mit einer Eigenheim- oder Gebäudeversicherung abdecken.

Schäden am Hausrat durch diese und weitere Risiken lassen sich mit einer Haushaltsversicherung absichern. Firmen erhalten mit einer Geschäftsversicherung Versicherungsschutz bei Schäden, die am Inventar ihres Betriebes durch Sachrisiken wie Brand, Einbruch-Diebstahl, Sturm, Hagel und Blitzschlag entstanden sind. Neben diesen Risiken können meist optional auch Schäden durch andere Naturgewalten, wie zum Beispiel Starkregen, Schmelz- und Hochwasser, Überschwemmungen, Muren, Erdbeben und Lawinen in den genannten Polizzen teils gegen Aufpreis mitversichert werden.

Schäden am Auto, die durch Brand, Hagel, Blitz, Sturm, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch, Lawinen, Schneedruck, Überschwemmung verursacht werden, lassen sich durch eine Teilkaskoversicherung, die automatisch auch in der Vollkaskoversicherung enthalten ist, absichern.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
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