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Aktuelle Nachrichten

Damit das Skivergnügen nicht im Spital endet

Viele freuen sich schon auf ihren Winterurlaub – auf Sonne, blauen Himmel, weiß glitzernden Pulverschnee und natürlich das Skifahren. Um die Saison ohne Blessuren zu überstehen, sollte man vernünftig ausgestattet, gut trainiert und vor allem auch informiert sein. mehr...

(kunid) Skifahren können viele, wenn es aber um die Regeln geht, die auf der Skipiste gelten, müssen nicht wenige passen. Dabei sind das korrekte Verhalten beim Skifahren und die richtige Vorbereitung darauf das A und O, um das Unfallrisiko deutlich zu reduzieren.

Letztes Jahr sind nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) rund 23.100 Österreicher beim Skifahren so schwer verunfallt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Viele dieser Unfälle sind Kollisionsunfälle, also Unfälle, die sich durch eine rücksichtsvolle und umsichtige Fahrweise in der Regel auf einfache Art und Weise vermeiden lassen.

Außerdem ereignet sich nach Angaben von Experten ein großer Anteil der Unfälle am Nachmittag, oft mit verursacht durch eine Übermüdung oder einen erhöhten Alkoholkonsum eines Unfallbeteiligten oder des Verunfallten selbst.

Sich und die Ausrüstung fit halten

Rechtzeitig vor der Skisaison sollte man grundsätzlich mit Konditionstraining und Skigymnastik seine Muskeln aufbauen, denn wer körperlich fit ist, reduziert sein persönliches Unfallrisiko. Umgekehrt bedeutet dies auch, dass Fahrfehler dann vorkommen und in der Folge die Unfallgefahr hoch ist, wenn man müde, überanstrengt, unkonzentriert oder betrunken ist.

Außerdem lassen sich Unfälle und deren Folgen minimieren, wenn die Skiausrüstung dem aktuellen Stand der Technik entspricht und auf den Fahrer eingestellt ist. Dies gilt vor allem für die Bindung. Des Weiteren empfiehlt sich die Verwendung von Protektoren und eines Helms, der vor schweren Kopfverletzungen schützen kann.

Zudem sollten die Augen vor der gefährlichen UV-Strahlung, die durch Schnee- und Eiskristalle verstärkt wird, geschützt werden. Hierfür ist eine einfache Sonnenbrille ungeeignet, da diese im Gegensatz zu einer Skibrille nicht aus bruch- und splitterfestem Kunststoff besteht. Worauf man bei der Auswahl einer Skibrille achten sollte und welche Unterschiede es gibt, fassen die Spezialisten des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. online zusammen.

Die zehn Pistenregeln

Vom Internationalen Ski-Verband FIS gibt es unter anderem folgende zehn Regeln, die jeder Ski- und Snowboardfahrer kennen sollte, da sie zusammenfassen, wie man sich auf der Piste zu verhalten hat:

  • Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  • Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  • Wahl der Fahrspur: Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
  • Überholen: Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
  • Einfahren, Anfahren und hangaufwärts fahren: Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wiederanfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  • Anhalten: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
  • Aufstieg und Abstieg: Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  • Beachten der Zeichen: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
  • Hilfeleistung: Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  • Ausweispflicht: Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Diese FIS-Regeln sind unter anderem in einem kindgerechten Poster, das als PDF-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden kann, erklärt, denn schon für die kleinen Skifahrer ist es wichtig zu wissen, wie sie Unfälle vermeiden können. Übrigens: Wer auf einer Skipiste einen Unfall verursacht, haftet für den entstandenen Schaden.

Zu den medizinischen Behandlungskosten bei einem Verletzten können auch Schmerzensgeld-Ansprüche oder Forderungen für Einkommensausfälle des Geschädigten auf den Verursacher zukommen. Eine private Haftpflichtversicherung kommt hierfür auf, selbst wenn der Unfall fahrlässig verursacht wurde. Zugleich wehrt sie aber auch ungerechtfertigte oder zu hohe Forderungen ab.


Sichere Fahrweise im Herbst und Winter

Nebel, Schnee und Eisglätte stellen ein erhebliches Unfallrisiko dar. Wie man dennoch sicher ans Ziel kommt. mehr...

(kunid) Wegen schlechter Straßen- und Sichtverhältnisse wie Schnee- und Eisglätte, Starkregen oder Nebel ereignen sich jedes Jahr zahlreiche Verkehrsunfälle, bei denen unter anderem Personen verletzt oder sogar getötet werden. Was Autofahrer beachten sollten, damit sie trotz dieser für den Herbst und Winter typischen Unfallrisiken wohlbehalten ankommen.

Zahlreiche Verkehrsunfälle sind auf einer nicht angepassten Fahrweise und/oder einem zu geringen Abstand bei widrigen Sicht- und Straßenverhältnisse zurückzuführen. Dazu zählen glatte oder rutschige Straßen durch Eis, Schnee, Starkregen, nasses Laub oder Schmutz sowie Sichtbehinderungen wie Nebel, starker Regen oder Schneefall, Hagel oder sonstige Witterungseinflüsse, wie sie insbesondere im Herbst und Winter auftreten.

Wer als Autofahrer auf diese Unfallrisiken gefasst ist beziehungsweise damit rechnet und seine Fahrweise entsprechend anpasst, kann sein Unfallrisiko erheblich minimieren. Auch die gesetzlichen Vorgaben sind hier eindeutig. So müssen Kfz-Lenker gemäß Paragraf 20 StVO (Straßenverkehrsordnung) zum Beispiel ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anpassen. Zudem müssen sie den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug laut Paragraf 18 StVO so wählen, dass sie jederzeit rechtzeitig anhalten können, selbst wenn der Vordermann plötzlich bremst.

Bei Nebel, Starkregen und Schneegestöber

Mit dem Eintreten von Sichtbehinderungen durch Nebel oder Nebelschwaden ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten in Flussniederungen, Tälern, in der Nähe von Seen oder an Waldrändern zu rechnen. In der kalten Jahreszeit können zudem Starkregen und Schneegestöber die Sicht stark einschränken.

Wie weit man sehen kann, lässt sich an den Leitpflöcken am Fahrbahnrand von Freilandstraßen und Autobahnen erkennen. Auf Freilandstraßen stehen sie an geraden Strecken jeweils 33 Meter und auf Autobahnen jeweils 50 Meter auseinander. Auf manchen Autobahnabschnitten gibt es hierzulande sogenannte „Nebelpunkte“, das sind weiße Halbkreise, die rechts vom ersten Fahrstreifen in einem Abstand von 33 Metern auf dem Straßenbelag aufgemalt sind. Zusätzlich sind am Fahrbahnrand kleine Tafeln mit einer halbrunden Scheibe angebracht.

Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 Meter, sollte zudem nicht schneller als 50 Stundenkilometer oder je nach Straßen- und Sichtverhältnisse sogar deutlich langsamer gefahren werden. So rät Asfinag: „Sind aufgrund schlechter Sicht nur zwei dieser Nebelpunkte oder Scheiben zu sehen, sollte die maximale Fahrgeschwindigkeit bei 60 Stundenkilometern liegen. Ist nur ein einziger Punkt erkennbar, ist es ratsam, maximal 40 Stundenkilometer zu fahren.“

Auf die Beleuchtung achten

Zudem ist bei einer Sichtbehinderung ein genügend großer Sicherheitsabstand wichtig. Laut Asfinag ist eine Faustregel für den richtigen Abstand die Zwei-Sekunden-Regel: „Wenn das vorausfahrende Fahrzeug einen markanten Punkt passiert, langsam 21, 22 zählen.“ Erst dann sollte man den gleichen markanten Punkt erreicht haben, also erst nach zwei Sekunden und nicht früher, anderenfalls ist der Abstand zu gering.

Bei schlechten Sichtverhältnissen muss zudem gemäß Paragraf 99 Kraftfahrtrecht auch am Tage mit Abblendlicht gefahren werden. Falls vorhanden, können Nebelscheinwerfer mit dem Begrenzungslicht alleine oder mit dem Abblendlicht zusammen eingeschaltet werden. Ist es neblig, sollte jedoch auf das Fernlicht verzichtet werden, da der Nebel das Licht zu stark reflektiert und die Sichtbehinderung dadurch sogar noch verstärkt.

Wer eine Nebelschlussleuchte hat, darf diese nur bei einer Sichtbehinderung einschalten, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Wer die gesetzlichen Regelungen zur Beleuchtung nicht einhält, kann mit einer Geldstrafe belegt werden.

Vorsicht: Erhöhter Bremsweg bei Nässe, Schnee und Eis

Sind die Straßen glatt oder rutschig, zum Beispiel durch Laub oder Schmutz auf den Straßen oder durch überfrierende Nässe, Starkregen oder Schnee, ist ebenfalls die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen und entsprechend langsam zu fahren. Auch muss aufgrund des längeren Bremsweges der Abstand zum Vordermann deutlich größer sein als bei trockenen Straßen.

Während nämlich bei trockener Straße der Bremsweg zum Beispiel bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern etwa 50 Meter beträgt, sind es bei Nässe schon rund 80 Meter, bei Schnee fast 200 Meter und bei Eisglätte sogar knapp 400 Meter. Um den gleichen Bremsweg wie auf einer trockenen Straße zu haben, muss die Geschwindigkeit bei schneebedeckten Straßen wenigstens halbiert und bei eisglatten Straßen sogar um rund 70 Prozent reduziert werden.

Eine erhöhte Glättegefahr besteht im Herbst und Winter insbesondere in den frühen Morgenstunden unter Brücken und auf Straßen mit wenig Lichteinfall wie in Waldstücken. Grundsätzlich muss in der kalten Jahreszeit aber auch an Brücken und Kreuzungen, vor Ampeln, in Tälern, in der Nähe von Flüssen und Seen sowie auf Straßen, die durch Wälder führen, mit glatten oder rutschigen Straßenstellen gerechnet werden.


Studie: Österreichs Pensionssystem hinkt weit hinterher

Eine Studie befasste sich mit den Altersversorgungs-Systemen aus verschiedensten Ländern weltweit. Ein Ergebnis ist, dass Österreich bei diesem Thema im internationalen Vergleich bei Weitem nicht zu den Spitzenreitern gehört. mehr...

(kunid) Bei einer Analyse der Altersversorgungs-Systeme belegt Österreich nur den 21. Platz unter 30 untersuchten Ländern. Nachhol- und Reformbedarf sehen die Studienautoren in der Nachhaltigkeit des österreichischen Systems. Die Arbeiterkammer Wien reagierte allerdings mit deutlicher Kritik auf die Studie.

Seit 2009 erstellt das Beratungsunternehmen Mercer in Kooperation mit dem Australian Centre for Financial Studies den sogenannten Melbourne Mercer Global Pension Index. 2017 wurden für den Index Stärken und Schwächen der Altersversorgungs-Systeme von 30 Ländern untersucht. Neben den staatlichen Altersvorsorgesystemen wie der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen Altersversorgung (bAV) werden den Angaben zufolge auch private Anlagen und Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt.

Die Bewertung der Altersversorgungs-Systeme beruht auf einem Punktesystem. Der Gesamtindex – erreichbar waren insgesamt zwischen null und 100 Punkte – setzt sich aus den gewichteten Durchschnittswerten der folgenden drei Sub-Indizes zusammen: „Angemessenheit“ (40 Prozent Gewichtung), „Nachhaltigkeit“ (35 Prozent Gewichtung) und „Integrität“ (25 Prozent Gewichtung). Diese sind wiederum in insgesamt über 40 Kriterien unterteilt.

Zahlreiche Bewertungskriterien

Beim Sub-Index „Integrität“ spielen unter anderem die Faktoren staatliche Aufsicht, Kosten, Risikosteuerung und Kommunikation eine Rolle. So wird ermittelt, wie vertrauenswürdig und beständig das Vorsorgesystem ist. Der Index „Nachhaltigkeit“ geht anhand von Faktoren wie Rückdeckung, Finanzierung, Demografie, Staatsverschuldung und flexiblen Arbeitszeitmodellen für ältere Arbeitnehmer der Frage nach, ob das gegenwärtige System in Zukunft aufrechterhalten werden kann.

Beim Sub-Index „Angemessenheit“ geht es um die derzeit gewährten Versorgungsleistungen und einige wichtige Gestaltungsmerkmale wie etwa Versorgungsniveau, steuerliche Anreize, Gestaltung der Altersversorgungs-Modelle und Sparquote.

Nach Angaben der Studienautoren hat es im Vergleich zum Vorjahr einige Änderungen gegeben. So seien unter anderem erstmals Daten hinsichtlich freiwilliger betrieblicher Altersvorsorge als Indikator für die Nettoersatzrate (Angemessenheit) sowie das von der Weltbank gemessene reale Wirtschaftswachstum (Nachhaltigkeit) in die Bewertung einbezogen worden. Dadurch wurden auch einige Umgewichtungen in den einzelnen Kriterien der Sub-Indizes nötig.

Österreich auf Rang 21

Spitzenreiter im Gesamtranking ist Dänemark mit 78,9 Punkten (Vorjahr: 80,5 Punkten) hauchdünn vor den Niederlanden mit 78,8 Punkten (2016: 80,1 Punkten). Dass die beiden Länder unter die 80-Punkte-Marke sanken und damit auch die Bestnote A verloren, führt das Beratungsunternehmen auf das geringere Wirtschaftswachstum sowie die oben angesprochenen Umgewichtungen zurück.

Österreich kommt trotz einer leichten Verbesserung um 1,4 Punkte auf einen Gesamtindexwert von 53,1 Punkten noch auf den 21. Rang und schneidet damit drei Positionen schlechter ab als im Vorjahr.

Dies ist vor allem darin begründet, dass sich die aktuell erstmals untersuchten Länder Norwegen (Platz vier mit 74,7 Punkten), Neuseeland (Rang neun mit 67,4 Punkten) und auch Kolumbien (Position 14 mit 61,7 Punkten) vor Österreich platzierten.

Die Platzierung sonstiger Länder

Auf den sonstigen Plätzen drei bis 20 liegen neben Norwegen (Platz vier) und Neuseeland (Platz neun) vor Österreich folgende Länder: Australien (Platz drei, 77,1 Punkte), Finnland (Platz fünf, 72,3 Punkte), Schweden (Platz sechs, 72,0 Punkte), Singapur (Platz sieben, 69,4 Punkte), Schweiz (Platz acht, 67,6 Punkte), Chile (Platz zehn, 67,3 Punkte), Kanada (Platz elf, 66,8 Punkte) und Irland (Platz zwölf, 65,8 Punkte).

Auf Platz 13 liegt Deutschland mit 63,5 Punkten. Danach folgen Kolumbien (Platz 14, 61,7 Punkte), Großbritannien (Platz 15, 61,4 Punkte), Frankreich (Platz 16, 59,6 Punkte), USA (Platz 17, 57,8 Punkte), Malaysia (Platz 18, 57,7 Punkte), Polen (Platz 19, 55,1 Punkte) und Brasilien (Platz 20, 54,8 Punkte).

Von 14 bewerteten europäischen Ländern liegt nur noch Italien mit Platz 22 und 50,8 Punkten hinter Österreich. Die letzten drei Plätze aller bewerteten Länder überhaupt gehen an Indien (Platz 27, 44,9 Punkte), Japan (Platz 28, 43,5 Punkte) und Argentinien (Platz 30, 38,8 Punkte).

Schwachpunkt Nachhaltigkeit

Österreich konnte sich laut den Studienautoren vor allem durch die Aufnahme des realen Wirtschaftswachstums in dem Sub-Index Nachhaltigkeit um 3,9 auf 19,9 Punkte verbessern. Damit liegt es allerdings weiterhin an vorletzter Stelle – nur Italien schneidet in diesem Bereich mit 16,4 Punkten noch schlechter ab. Vor allem bei der Finanzierung des Altersvorsorgesystems gibt es laut Mercer „einen unverändert großen Verbesserungsbedarf“.

Im Gegensatz zu Modellen in anderen Ländern wie etwa Schweden fehle es dem österreichischen System an einer automatischen Anpassung an demografische Entwicklungen – „ein Mittel, um für eine größere Generationen-übergreifende Gerechtigkeit zu sorgen“, so das Beratungsunternehmen.

In Sachen Angemessenheit liegt Österreich laut der Mercer-Untersuchung mit rund elf Punkten Rückstand auf die Spitze im Mittelfeld und kommt mit 67,6 Punkten auf einen klar überdurchschnittlichen Sub-Index-Wert, verpasste hier mit Platz zwölf aber hauchdünn die Top Ten. Rund fünf Punkte über dem Durchschnitt und mit Rang 16 ebenfalls im Mittelfeld liegt der österreichische Wert auch hinsichtlich der Integrität.

Harsche Kritik aus der Arbeiterkammer Wien

Kein gutes Haar lässt die Arbeiterkammer Wien an der Studie: Kapitalgedeckte Pensionen bildeten einen wesentlichen Geschäftsbereich von Mercer, dementsprechend setze der Index auf mehr Kapitaldeckung, heißt es von der AK. Im Wesentlichen messe der Index die Bedeutung von Kapitaldeckung in den Pensionssystemen. „Er ist so konstruiert, dass Pensionssysteme automatisch umso nachhaltiger erscheinen, je höher der Anteil der Kapitaldeckung ist.“

Dies sei aber ein Trugschluss. „Gerade jene Länder, die auf Kapitaldeckung gesetzt hatten, waren im Zuge der Finanzkrise gezwungen, Leistungen zu kürzen“, so die Arbeiterkammer. Die „seltsame Indexbildung“ führe auch dazu, dass Länder wie Deutschland bei der Angemessenheit der Pensionen weit vor Österreich liegen.

„Angesichts des weitaus niedrigeren Leistungsniveaus in der deutschen Rentenversicherung und des Umstands, dass das öffentliche Pensionssystem in Australien lediglich eine Mindestsicherung bietet, disqualifiziert sich dieser Index eigentlich von selbst.“ Das österreichische Pensionssystem sei auch langfristig stabil: Nach dem Ageing Report der EU-Kommission würden die Pensionsaufwendungen bis 2060 im Vergleich zu 2014 „nur um 0,5 Prozent des BIP steigen“.

Absicherung für den persönlichen Lebensstandard

Experten raten, sich bei der Altersvorsorge nicht alleine auf die gesetzliche Pension zu verlassen. Denn bereits heute ist die Höhe der gesetzlichen Pension deutlich niedriger als das letzte aktive Erwerbseinkommen eines Beschäftigten, bevor er in Pension geht. Das heißt, wer im Pensionsalter seinen bisherigen Lebensstandard finanziell gesichert sehen will, sollte nicht alleine auf die gesetzliche Altersrente setzen.

Auf dem Webportal des Bundesministeriums für Finanzen ist diesbezüglich zu lesen: „Die Altersvorsorge ist in Österreich nach dem ‚Drei-Säulen-Modell‘ aufgebaut. Die gesetzliche Altersvorsorge (Erste Säule) stellt die finanzielle Absicherung sicher, zusätzlich gewinnt die betriebliche und private Altersvorsorge an Bedeutung und kann für die Beibehaltung des gewohnten Lebensstandards beitragen.“

Die Versicherungswirtschaft bietet bedarfsgerechte Lösungen an, die es dem Einzelnen ermöglichen, seine finanzielle Pensionslücke zwischen dem bisherigen Erwerbseinkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Pension zu schließen. Je nach Vorsorgevariante sind auch staatliche Förderungen in Form von Prämien und Steuervergünstigungen möglich. Wie hoch die voraussichtliche Einkommenslücke des Einzelnen tatsächlich sein wird und welche individuell passenden Altersvorsorgeformen infrage kommen, können beim Versicherungsexperten erfragt werden.


Für eine möglichst sichere Arzneimitteleinnahme

Man kann bei der Medikamenteneinnahme einiges falsch machen. Wer beispielsweise Wechselwirkungen außer Acht lässt, zu viel oder zu wenig oder zum falschen Zeitpunkt einnimmt, sollte sich über Nebenwirkungen oder eine ausbleibende Wirkung nicht wundern. mehr...

(kunid) Wie man bestimmte Medikamente einnehmen muss, auf was es zu achten gilt und wann eine Medikamenteneinnahme beendet werden sollte, darüber informiert nicht nur der Arzt und der Apotheker, sondern auch der Beipackzettel – und es lohnt sich durchaus, hier nachzulesen.

„Aber das habe ich doch immer so gemacht ...“ Dieser Leitsatz kann gerade bei der Medikamenteneinnahme zu Problemen führen. Nach Angaben der Österreichischen Apothekerkammer schätzt die Weltgesundheits-Organisation WHO, „dass sich jeder zweite Patient nicht an Beipackzettel oder ärztliche Anweisungen hält“. Erhält zum Beispiel ein Patient ein anderes Präparat als gewohnt, kann eine andere Handhabung als bisher erforderlich sein.

Auch wenn erstmalig ein Medikament – und zwar egal ob rezeptpflichtig oder -frei – einzunehmen ist, sind die Einnahmevorgaben und  Hinweise zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneien, aber auch Lebensmitteln gemäß Beipackzettel, Arzt oder Apotheker zu beachten. In vielen Fällen ist eine gründliche Beratung durch die Apotheke hilfreich, da nicht alle Einnahmeanweisungen klar und verständlich sind. Soll zum Beispiel eine Arznei mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden, so sind gemäß der Apothekerkammer mindestens 0,25 Liter gemeint.

Vorsicht beim teilen von Tabletten

Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sind fast ein Drittel aller verschriebenen Medikamente nicht zuletzt aufgrund der Darreichungsform besonders beratungsbedürftig. So dürfen zum Beispiel nicht alle Tabletten geteilt werden. Einige haben beispielsweise einen Überzug, der sie vor der Magensäure schützt, sodass sichergestellt ist, dass die Wirkstoffe beispielsweise erst im Darm zur Entfaltung kommen.

Wird eine solche Tablette halbiert, ist auch der Überzug beschädigt und es kann sein, dass die Wirkstoffe schon im Magen zersetzt werden und damit im Darm gar keine Wirkung mehr haben. Es sind unter anderem solche Medikamente, die einen erhöhten Beratungsbedarf haben, betonen die Spezialisten der ABDA.

Doch auch andere Darreichungs- und Einnahmeformen sind beratungsintensiv, wie zum Beispiel Injektionen, aber auch Präparate zur Inhalation sowie zur Anwendung am Auge oder in der Nase. Zudem gibt es Trockensäfte oder Tabletten, die weder gekaut noch geschluckt werden dürfen, sondern sich beispielsweise im Mund langsam auflösen müssen.

Über die richtige Dosierung, Anwendung und Lagerung

Nicht zu viel, nicht zu wenig, zum richtigen Zeitpunkt und über die vorgegebene Zeitdauer sollten Medikamente eingenommen werden. Nimmt man zu wenig, kann es sein, dass die Wirkung ausbleibt, nimmt man zu viel, drohen unerwünschte Nebenwirkungen. Und nimmt man ein Medikament nicht lange genug, kann es sein, dass die Krankheit wiederkommt.

Vor allem bei Antibiotika gilt: Sie müssen so lange eingenommen werden, wie vorgeschrieben. Setzt man diese nämlich zu früh ab, kann es sein, dass noch nicht alle Bakterien beseitigt wurden. Wichtig ist ferner, wann und wie Medikamente eingenommen werden, also beispielsweise vor oder nach dem Essen, auf nüchternen Magen oder in regelmäßigen Abständen.

Manche Tabletten können mit Flüssigkeit eingenommen werden, andere nicht beziehungsweise nicht mit allen, weil sie sich mit Alkohol, Koffein, Fruchtsäure oder Kalzium nicht vertragen. Und wieder andere haben Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die es zu berücksichtigen gilt. Beachten sollte man auch die Lagerung: Manche Medikamente müssen beispielsweise kühl und andere dunkel gelagert werden. Übrigens: Selbst rezeptfreie Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Beipackzettel online oder per App

Über diese genannten Aspekte informiert der Beipackzettel. Ist dieses Dokument verloren gegangen, kann man im Webportal des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen mit der Eingabe des Arzneimittelnamens oder der Zulassungsnummer des Medikamentes die entsprechenden Infos abrufen.

Hilfe bietet aber auch die kostenlos herunterladbare Apo-App der Österreichischen Apothekerkammer für Android- und Apple-Smartphones und Tablets. Nach Angaben der Apothekerkammer enthält die App Informationen zu allen 90.000 in Österreich gelisteten Apothekenprodukten wie rezeptpflichtigen Arzneien, rezeptfreien Medikamenten, Homöopathika, Erste-Hilfe-Artikeln, Kosmetika und Veterinärprodukten.

Neben dem Beipackzetteltext kann mit dieser Gesundheits-App auch ein Übersichtsplan für einzunehmende Medikamente mit Erinnerungsfunktion für Tag, Uhrzeit, Dosierung und Einnahmehinweise je Familienmitglied hinterlegt werden. Die App kann zudem als elektronischer Impfpass genutzt werden. Eine weitere Hauptfunktion ist die Apothekensuche, die unter anderem anzeigt, welche nächstgelegene Apotheke zum gewünschten Zeitpunkt, also auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen offen ist.


Einbrecher lieben das Winterhalbjahr

Zwischen November und Dezember sowie Jänner bis März wird erheblich häufiger in Häuser und Wohnungen eingebrochen als in den anderen Monaten des Jahres, wie die Statistik belegt. Welche Maßnahmen Einbrecher auch in der dunklen Jahreszeit abschrecken. mehr...

(kunid) Die Statistik des Bundeskriminalamtes zeigt, dass Einbrecher gerade in der dunklen Jahreszeit besonders aktiv sind. Doch es gibt Möglichkeiten, die Einbruchsgefahr zu minimieren. Richtig eingesetzte Lichtquellen mit Bewegungsmeldern gehören hier mit dazu.

Nach der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik 2016 des Bundeskriminalamtes (BK) wurden im Jänner bis März und November bis Dezember zwischen 40 bis 50 Prozent mehr Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser pro Monat verübt als in den anderen Monaten des Jahres. Von den in 2016 polizeilich registrierten 12.975 Einbruch-Diebstahl-Delikten entfielen 7.921 und damit 61 Prozent auf das Winterhalbjahr, also auf die Monate Jänner bis März sowie Oktober bis Dezember.

Ein Grund für die höhere Einbruchsgefahr im Winter könnte sein, dass aufgrund der frühen Dunkelheit oftmals bereits ab 16 oder 17 Uhr die Lichter in den Wohnungen angeschaltet werden müssen. So erkennen Einbrecher bereits frühzeitig, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Zudem ist das Risiko der Diebe, in der Dämmerung und bei Dunkelheit von Nachbarn oder Passanten entdeckt zu werden, oftmals geringer.

Licht schreckt Diebe ab

Nach Angaben des BK schlagen Dämmerungseinbrecher insbesondere von November bis Jänner zu. „Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr abhängig von der Dämmerungszeit unterwegs. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrs-Verbindungen angebunden sind und eine rasche Fluchtmöglichkeit ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen ebenso im Fokus.“ Doch jeder kann etwas tun, um das Einbruchsrisiko zu minimieren.

„Im Jahr 2015 sind über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich gescheitert. Dieser hohe Prozentsatz geht erfreulicherweise meist mit dem guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung einher“, wie das BK betont. Laut Sicherheitsexperten wirkt es zum Beispiel bereits für Einbrecher abschreckend, wenn der Außenbereich eines Hauses und insbesondere einbruchsgefährdete Bereiche wie die Rückseite oder Nebeneingänge zum Beispiel mithilfe von Bewegungsmeldern gut ausgeleuchtet werden.

Dies gilt auch für die Zugangswege zum Haus. Bei längerer Abwesenheit kann man mithilfe von Zeitschaltuhren zeitweise Räume beleuchten und so eine Anwesenheit vortäuschen. Zudem sollten sonstige Zeichen der Abwesenheit wie ein überquellender Briefkasten vermieden werden. Gut, wenn man Nachbarn hat, die zum Beispiel während der Abwesenheit den Briefkasten leeren und auch sonst wachsam sind.

Von der abgesperrten Türe bis zu einbruchshemmenden Produkten

Gekippte Fenster und Terrassentüren sind nach Meinung des BK nahezu eine Einladung für Diebe. Nur ins Schloss gezogene Türen sind ebenfalls kaum ein Hindernis für Einbrecher. Wer sein Haus oder seine Wohnung verlässt, sollte daher sicherstellen, dass Fenster und Terrassentüren verschlossen sowie Haustüren abgesperrt sind. Sinnvoll ist es zudem, alle Steighilfen wie Mülltonnen, Gartenmöbel oder gar Leitern, die das Eindringen in höhere Stockwerke erleichtern, wegzuräumen und zum Beispiel im Keller, in der Garage oder im Gartenhaus einzuschließen.

Damit es Einbrecher möglichst schwer haben, empfiehlt die Polizei einbruchshemmende Fenster oder Türen ab Widerstandsklasse 2 oder 3 (nach der Norm ÖNORM B 5338 beziehungsweise ÖNORM EN 1627) einzubauen oder nachzurüsten. In nur 15 Sekunden können nämlich laut BK geübte Einbrecher normale Fenster und Türen öffnen.

Weitere Expertentipps, wie sich das Einbruchsrisiko minimieren lässt, gibt es online unter www.bewusst-sicher-zuhause.at/checkliste-einbruch, einem Webportal des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), das in Zusammenarbeit mit dem BK erstellt wurde. Umfassende Maßnahmen sind auch im Webportal des BK aufgeführt. Unter anderem können hier auch die Folder „Sichere Wohnung“ und „Sicheres Wohnhaus“ kostenlos heruntergeladen werden.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
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