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Skifahrerin prallt gegen Pistenfahrzeug: Wer ist schuld?

Eine Skifahrerin verletzte sich, als sie mit einem Pistenfahrzeug kollidierte. In ihrer Klage gegen den Betreiber der Skipiste behauptete sie eine Fahrlässigkeit und damit die Alleinschuld des Lenkers. Der Oberste Gerichtshof musste entscheiden. mehr...

(kunid) Die Klägerin kollidierte mit einem Pistenfahrzeug. Sie klagte, sah die alleinige Schuld beim Lenker und damit die Verantwortung beim Betreiber des Fahrzeugs und Besitzer der Piste. Dieser gab dagegen ihr die Alleinschuld. Ein Fall aus der Praxis.

Bei der Abfahrt auf einer geöffneten Skipiste fuhr die Klägerin Anfang 2015 in ein rückwärtsfahrendes Pistenfahrzeug. Sie hatte versucht, an ihm vorbeizufahren, was auf der schmalen Piste aber klar unmöglich war. Vor dem Betrieb des Fahrzeugs war nicht gewarnt worden.

Sie erlitt Verletzungen, klagte daraufhin den Besitzer der Piste und Betreiber des Fahrzeugs auf Schadenersatz. Zudem forderte sie, dass er die Haftung für eventuelle weitere Schäden aus dem Unfall übernehmen müsse.

Alleinverschulden oder Verschuldensteilung

Die Klägerin sah die ganze Schuld beim Lenker des Fahrzeugs, für den wiederum der Pistenbetreiber verantwortlich wäre. Der Lenker hätte sich zuerst vergewissern müssen, dass ein Rückwärtsfahren ungefährlich wäre. Der Pistenbetreiber sah die Alleinschuld dagegen bei der unvorsichtigen Klägerin.

Die gerichtlichen Instanzen stellten geteiltes Verschulden fest. So sprach das Erstgericht aus, dass die Forderung zu 25 Prozent zu Recht bestünde, die Sache wurde an das Berufungsgericht weitergegeben. Diesem zufolge bestünde eine Verschuldensteilung von eins zu eins, die Forderung der Klägerin also zur Hälfte zu Recht.

OGH sieht keine erhebliche Rechtsfrage

Aufgrund von Unsicherheiten über das zugrundeliegende Gutachten ließ das Berufungsgericht die Revision beim Obersten Gerichtshof zu. Dieser führte aber aus, mangelnde Kenntnisse des Sachverständigen und die Konsequenzen daraus fielen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich.

Im Weiteren untersuchte er das Urteil des Berufungsgerichts, fand aber auch hier keine Mängel. Die entsprechende Sicherung des Fahrzeugs sei entgegen der Ansicht des Beklagten Aufgabe des Betreibers, eventuelle Fehlverhalten von Skifahrern seien hier in Betracht zu ziehen.

Die Art und Weise, auf die ein Fahrzeug gesichert oder vor ihm gewarnt werden müsse, sei aber zu sehr von lokalen Bedingungen abhängig und könne vom Höchstgericht nicht allgemein beurteilt werden. Gleichzeitig habe es auch ein Fehlverhalten der Klägerin gegeben, die versucht hatte an dem zunächst angehaltenen Pistengerät vorbeizufahren.

Angesichts dieser Sachlage sei dem Berufungsgericht mit der von ihm vorgenommenen Schuldteilung im Verhältnis eins zu eins kein Fehler unterlaufen, erklärte der OGH abschließend.

Fazit

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Die Angst vor Cyberkriminalität ist groß

Die Risiken der Computerkriminalität nehmen weltweit zu. Welche Ängste damit verbunden sind und wie Sie sich davor schützen können. mehr...

(kunid) In einer Studie wurden in acht europäischen Ländern und den USA Konsumenten nach deren Erfahrungen und Konsequenzen mit dem Thema Cyberkriminalität befragt. Jeder vierte Österreicher sorgt sich, selbst zum Opfer zu werden, und fast ein Drittel fürchtet um die Sicherheit seiner Kinder. Doch die Maßnahmen, die zum eigenen Schutz ergriffen werden, seien nicht ausreichend.

In Online-Interviews wurden im Auftrag des Unternehmens Europ Assistance Group vergangenen Dezember dazu in acht europäischen Ländern (Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, Schweiz, Ungarn, Tschechien und Rumänien) sowie in den USA jeweils 800 Konsumenten zwischen 25 und 75 Jahren befragt.

Die Bedrohung ist bekannt

Laut Kriminalstatistik haben sich in den vergangenen zehn Jahren die angezeigten Fälle von Computerkriminalität in Österreich mehr als verfünffacht. 2017 waren es 16.804 Fälle, doch die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen: Es sei davon auszugehen, dass nur jeder sechste Betroffene Anzeige erstattet.

Viren, Malware und Identitätsdiebstahl sind die bekanntesten Formen von Cybercrime, so die Studie. Auf einer Skala von null (unbekannt) bis zehn (sehr gut bekannt) erreichen sie Durchschnittswerte zwischen sechs und knapp über sieben.

Jeder vierte Österreicher kennt jemanden, der schon einmal Opfer eines Cyberangriffs wurde; in den USA sind es bereits 40 Prozent. Erpressermails stehen dabei an erster Stelle, gefolgt von Kreditkartenbetrug, Viren und Identitätsdiebstahl.

Große Sorgen

Ein Viertel der Österreicher sorgt sich, selbst Opfer von Computerkriminalität zu werden. Das ist der niedrigste Wert aller untersuchten Länder: In Spanien sehen sich 69 Prozent mit dieser Gefahr konfrontiert, in Italien und Rumänien jeweils 54 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 46 Prozent.

Auch was die Sorge um die eigenen Kinder angeht, liegt Österreich unter dem Durchschnitt. 38 Prozent aller Befragten sehen ihre Kinder den Gefahren von Cyberkriminalität und Identitätsdiebstahl ausgesetzt, hierzulande fürchten dagegen „nur“ 31 Prozent um die Cybersicherheit ihrer Kinder.

Vergleichsweise wenig verbreitet ist das Bewusstsein, dass man gegen diese Gefahren etwas unternehmen kann. In den acht europäischen Ländern wissen nur 37 Prozent (Österreich: 38 Prozent), dass es Lösungen gibt, die die eigene Identität schützen. In den USA sind es schon 65 Prozent.

Zu wenig Schutz

Während 88 Prozent der Studienteilnehmer und 91 Prozent der Österreicher Anti-Virus- bzw. Anti-Malware-Programme auf ihren PCs installiert haben, sind es auf Tablets nur 52 und auf Smartphones 50 Prozent.

Von allen Befragten ändern 28 Prozent ihre Passwörter nur selten oder nie, in Österreich sind es sogar 33 Prozent. Und nur 16 Prozent unserer Landsleute tun dies häufig.

34 Prozent würden hierzulande nicht wissen, wie sie reagieren sollen, wenn ihre persönlichen Daten in Gefahr sind – im Schnitt aller neun Länder sind das sogar 45 Prozent.

Die Methoden, die Menschen zum Schutz vor Cyberkriminalität anwenden, seien nicht ausreichend, sagt Europ Assistance zu den Ergebnissen. Verbraucher würden mit ihren persönlichen Daten immer noch viel zu sorglos umgehen.

Wunsch und Wirklichkeit

Während im Durchschnitt aller Befragten in den neun Ländern fast jeder Zweite (48 Prozent) glaubt, dass Unternehmen und Institutionen zu wenig tun, um seine persönlichen Informationen zu schützen, ist es in Österreich nur knapp mehr als ein Drittel (36 Prozent).

40 Prozent der Österreicher wünschen sich mehr Services im Bereich Cybersicherheit, 38 Prozent wissen, dass es Lösungen zum Schutz der Identität gibt und 37 Prozent haben eine sehr positive Meinung über Services, die Cyberschutz bieten.

Finanzinstitutionen wird übrigens zugetraut, ein verlässlicher Partner für Cyberschutz zu sein. So glauben laut Studie 72 Prozent aller Befragten und 69 Prozent der Österreicher, dass man Banken vertrauen kann, wenn sie solche Services anbieten. Aber nur 47 Prozent haben von ihrer Regierung diese Meinung.


40 % haben zu wenig vorgesorgt

In einer Studie unter mehr als 1.500 Österreichern ab 50 Jahren wurde unter anderem die finanzielle Situation der sogenannten „Golden Ager“ unter die Lupe genommen. mehr...

(kunid) Fast die Hälfte von den derzeit 3,5 Millionen Österreichern, die älter sind als 50 Jahre, muss sparen und darauf achten, finanziell über die Runden zu kommen. Nahezu 40 Prozent sind der Meinung, sie hätten besser vorsorgen sollen.

Fast 3,5 Millionen Menschen gehören hierzulande der „Generation50+“ an. Rund 53,6 Prozent von ihnen sind Frauen, 46,4 Prozent Männer.

Das Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com hat dazu vor drei Wochen im Rahmen einer Online-Erhebung mehr als 1.500 Personen zwischen 50 und 79 Jahren befragt.

Vor allem Frauen gefährdet

Immerhin schätzt fast ein Drittel der in Summe Befragten seine finanzielle Situation als überdurchschnittlich ein. Mehr als 26 Prozent glauben, über eine unterdurchschnittliche finanzielle Ausstattung zu verfügen.

Deutliche Unterschiede zeigt die Studie zwischen den Geschlechtern auf. So würden 38 Prozent der Männer aber nur knapp 27 Prozent der Frauen ihre persönliche finanzielle Situation als überdurchschnittlich beschreiben. Umgekehrt sehen sich mehr als 30 Prozent der Frauen aber nur 22 Prozent der Männer in einer unterdurchschnittlichen Lage.

Knapp die Hälfte dieser Altersgruppe erklärt, dass sie sparen und darauf achten muss, mit dem Geld über die Runden zu kommen; Frauen (54,3 Prozent) sind dabei stärker betroffen als Männer (40,5 Prozent).

Sorgen, dass sie im Alter den Gürtel enger schnallen werden müssen, plagen 44 Prozent der Befragten insgesamt und die Hälfte der weiblichen Befragten. Knapp 40 Prozent sagen, sie hätten mehr für die Pension vorsorgen sollen.

Wie es Pensionisten geht

Die 842 Pensionisten in der Befragung sollten auch erklären, wie es ihnen „alles in allem“ in der Pension geht. Nur ein Fünftel erklärte, es gehe ihnen nun „viel besser als erwartet“, knapp 20 geht es etwas besser als erwartet.

Andererseits geben 10,8 Prozent an, dass es ihnen etwas schlechter und 4 Prozent, dass es ihnen viel schlechter gehe, als sie erwartet hatten.

Dabei zeigen sich große Unterschiede: Während nur 12,3 Prozent der 60- bis 69-Jährigen meinen, dass es ihnen (etwas oder wesentlich) schlechter als erwartet geht, sind es bei den 50- bis 59-Jährigen, die schon in Pension sind, 23,1 Prozent und bei den 70- bis 79-Jährigen 15,8 Prozent.

Alleinstehende geben ebenfalls deutlich öfter an, dass es ihnen nun schlechter geht, als Verheiratete oder in Partnerschaft Lebende.

Vor- und Nachteile in der Pension

Den größten Vorteil im Vergleich mit Berufstätigen sehen Pensionisten laut Studie in der freien Zeiteinteilung. Dahinter folgen „Freiheit und Unabhängigkeit“, „mehr Zeit für die Familie“ und „kein bzw. weniger Stress“. Dass das Leben in der Pension überhaupt keine Vorteile hat, glauben nur ganz wenige.

Mit deutlichem Abstand größter Nachteil der Pension ist es aber laut Umfrage, weniger Geld zur Verfügung zu haben. Insgesamt sind 46,9 Prozent aller befragten Pensionisten und 56,4 Prozent der bereits in Pension befindlichen 50- bis 59-Jährigen dieser Meinung.

Wovor sich Menschen im Alter fürchten

Angst hat die „Generation 50+“ vor allem vor körperlichen Beschwerden, Schmerzen und Krankheiten. Zwei Drittel aller Befragten fürchten sich davor. Sorgen um die geistige Fitness und die Angst, dement zu werden plagen 63 Prozent, bei den Über-70-Jährigen sind es bereits 71 Prozent.

Ebenfalls mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer hat Angst davor, nicht mehr selbstbestimmt und selbständig leben zu können.

23,5 Prozent der Befragten fürchten sich davor, zu verarmen und finanziell eingeschränkt leben zu müssen. Auffällig dabei ist, dass diese Angst von 32 Prozent der 50- bis 59-Jährigen, aber nur von rund 17 Prozent der Älteren geteilt wird.


So zufrieden sind die Österreicher mit der modernen Arbeitswelt

Beruf und Privatleben sind heutzutage immer enger miteinander verknüpft - eine gute Balance ist und bleibt aber entscheidend, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt. mehr...

(kunid) Die Mehrheit der Österreicher denkt auch zuhause noch an die Firma, ein Drittel liest in der Freizeit berufliche E-Mails. Dennoch sind die meisten mit der ihnen gebotenen Flexibilität zufrieden und glauben, über eine gute Work-Life-Balance zu verfügen.

SD Worx, ein belgischer Dienstleister im Bereich Human Resources, hat Ende des Vorjahres in einer Umfrage hundert arbeitsbezogene Aspekte erhoben, die für Zufriedenheit, Motivation, Beteiligung und Engagement von Mitarbeitern relevant sind.

Die repräsentative Studie wird seit 2009 jährlich in Belgien erstellt, 2017 wurde sie auf Österreich sowie Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien ausgeweitet.

Arbeit in der Freizeit

Mehr als die Hälfte der befragten Österreicher, nämlich 53 Prozent, denkt auch in ihrer Freizeit an die Arbeit. Im Durchschnitt der fünf Länder waren es mit 55 Prozent sogar noch etwas mehr.

Unter den heimischen Arbeitnehmern lesen 32 Prozent berufliche E-Mails oft auch in der Freizeit, so die Studie. Knapp mehr als ein Viertel (26 Prozent) arbeitet regelmäßig auch nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub.

Das ist deutlich weniger als im Gesamtschnitt, wo die entsprechenden Werte bei 37 bzw. 31 Prozent liegen.

72 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass sie Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren können. In Österreich sind es allerdings nur 62 Prozent.

Österreichs Arbeitgeber sind flexibel

Für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sei vor allem die vom Arbeitgeber eingeräumte Flexibilität, was die zeitliche Gestaltung der Arbeit betrifft, entscheidend, so SD Worx.

In Österreich zeigen sich 83 Prozent der Befragten in dieser Beziehung mit ihrem Arbeitgeber zufrieden, knapp mehr als im Durchschnitt (82 Prozent). Als „sehr flexibel“ empfinden 37 Prozent der heimischen Arbeitnehmer ihren Chef. Das ist der höchste Wert aller Länder, im Durchschnitt aller Befragten waren es 28 Prozent.

85 Prozent der heimischen Arbeitnehmer können laut Studie erheblich bei der Wahl ihres Urlaubszeitraums mitbestimmen, auch hier liegt Österreich an erster Stelle; unter allen Befragten waren es 81 Prozent.

Ebenfalls überdurchschnittlich viele Arbeitnehmer glauben hierzulande, dass ihnen ihr Arbeitgeber bezüglich des Arbeitsortes entgegenkommt: 61 Prozent gegenüber 59 Prozent in der Gesamtstudie.

Gute Work-Life-Balance

Die Studienautoren betonen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen der Flexibilität am Arbeitsplatz und einer guten Work-Life-Balance gebe.

Über Flexibilität bei der Arbeit und gleichzeitig eine gute Work-Life-Balance zu verfügen, gaben 60 Prozent der Österreicher an; dies ist unter allen fünf Ländern der höchste Wert. An zweiter Stelle liegt bei dieser Frage Großbritannien mit 57 Prozent, an letzter Stelle Frankreich mit 39 Prozent.

Während aber die gute Balance zwischen Job und Freizeit nur bei 80 Prozent der befragten Österreicher auch zu hoher Zufriedenheit führt, sind das im Gesamtschnitt 87 Prozent.

Auswirkungen auf das Berufsleben

Wer über eine gute Work-Life-Balance verfügt, engagiert sich auch mehr und ist weniger daran interessiert, seinen Arbeitgeber zu wechseln, so das Ergebnis der Studie.

90 Prozent der Österreicher und 86 Prozent aller Befragten, die für sich eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit empfinden, sind zu hohem Engagement in ihrem Unternehmen bereit.

Gute Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben bindet Menschen laut Studie auch eher an Unternehmen. Unter ihnen wollen in Österreich nur vier Prozent (gesamt: zehn Prozent) den Arbeitgeber wechseln, unter den Unzufriedenen 13 Prozent (gesamt: 19 Prozent).

Fazit

Einerseits nützt mehr Flexibilität sowohl den Unternehmern als auch den Arbeitnehmern.

Angesichts der Debatten rund um das Arbeitszeitgesetz und das -ruhegesetz überrascht andererseits die Zufriedenheit der Österreicher mit ihrer Work-Life-Balance, so SD Worx abschließend.

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2.000 Verletzte beim Rodeln

Rodeln ist eine beliebte, aber auch risikoreiche Wintersportart. Die Wahl der richtigen Rodelausrüstung hilft, Verletzungen zu vermeiden! mehr...

(kunid) Rund 2.000 Personen verletzen sich in Österreich jährlich beim Rodeln bzw. Bob fahren. Nur eine von mehreren Vorsichtsmaßnahmen: Der Helm darf einfach nicht fehlen! Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat sich Gedanken zur Sicherheit auf unseren Pisten gemacht.

Schneebedeckte Hänge und Hügel laden derzeit zum Rodeln ein. In den kommenden Wochen wird es viele begeisterte Wintersportler weiterhin nicht nur auf die Skipiste, sondern auch auf die Rodelbahnen ziehen.

Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), betont: „Rodeln wird häufig als Sport, der von der ganzen Familie kinderleicht ausgeübt werden kann, wahrgenommen. Tatsächlich ist das Unfallrisiko unter Berücksichtigung der Zahl der Ausübenden allerdings sehr hoch.“

4 von 10 Verletzten sind Kinder

Die häufigsten Verletzungsarten beim Rodeln sind Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen.

Betroffen können so gut wie alle Körperteile sein. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor.

Deshalb sollte beim Rodeln auch der Helm zur Standardausrüstung gehören. „Durch das Tragen eines Helms können Unfälle zwar nicht verhindert, jedoch deren Schwere um ein Vielfaches verringert werden“, so Kaltenegger, „ein Helm bewirkt, dass ein Unfall mit potenziell schwerwiegenden Folgen zu einem leichten Unfall wird.“

Gefährdet sind beim Rodeln vor allem Kinder: 40 Prozent der Verletzten sind jünger als 15 Jahre. Im Umgang mit Plastikbobs und Co gilt besondere Vorsicht. Diese sind für die Berge nicht geeignet und schwer zu steuern.

Richtiges Bremsen

Die richtige Bremstechnik muss gelernt sein: So sollte man nicht nur mit den Fersen bremsen, sondern mit der gesamten Fußsohle. Die Füße dabei dicht an die Kufen stellen und die Rodel erforderlichenfalls vorne nach oben ziehen.

Auch das Kurvenfahren erfordert Übung. Daher sollte man sich bereits vor der Abfahrt mit der Rodel vertraut machen.

Der Untergrund auf Rodelbahnen besteht zumeist aus festgedrücktem Schnee und ist damit sehr hart, umso wichtiger ist es, die Rodel gut steuern sowie rasch bremsen zu können.

Schon mehr als 100 Rodeltafeln im Einsatz

Um Rodelfans an die wichtigsten Verhaltensregeln auf Rodelbahnen zu erinnern und damit die Sicherheit auf Rodelbahnen zu erhöhen, setzt das KFV gemeinsam mit dem österreichischen Rodelverband auf Bewusstseinsbildung.

Auf Basis einer umfassenden Analyse der Unfallhergänge beim Rodeln wurden Rodeltafeln mit Rodelregeln erarbeitet, welche sich nun österreichweit bereits an mehr als 100 Rodelbahnen wiederfinden.

KFV-Tipps zum sicheren Rodeln

• Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rodeln muss stets Rücksicht auf Andere genommen werden. Der Auf- und Abstieg muss unbedingt am Rand der Rodelbahn erfolgen und die Rodelbahn freigehalten werden.

• Verwendung einer geeigneten Ausrüstung bestehend aus einer technisch einwandfrei funktionierenden Rodel, winterfesten Kleidung, festen Schuhen, einem Helm mit Skibrille, Handschuhen. Wer abends rodeln geht oder eventuell in die Dunkelheit geraten könnte, sollte eine Stirnlampe mitnehmen und reflektierende Kleidung wählen.

• Die Geschwindigkeit muss jeweils dem eigenen Können und den Gegebenheiten vor Ort angepasst sowie angemessener Abstand zur nächsten Person gehalten werden.

• Der Konsum von Alkohol vor oder beim Rodeln ist tabu.

• Sperren und (Warn-)Hinweise sind zur eigenen Sicherheit stets zu beachten.

• Wichtig ist, stets bremsbereit zu sein. Nie mit dem Kopf voran rodeln.

Zu guter Letzt: Wollen Sie unbeschwert Rodeln oder Bob fahren? Ihr Versicherungsberater unterstützt Sie darin, vorneweg finanzielle Risiken bei Freizeitunfällen einzudämmen.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
Anton Kleinoschegstraße 58d/2, 8051 GRAZ  |  office@ernstkrusch.at  |  Tel.: 0664/2107840  |  Fax: 0316/226974