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Aktuelle Nachrichten

Die passende Absicherung für das neue Auto

Wer sich einen Neuwagen kaufen möchte, sollte dafür sorgen, dass er auch einen ausreichenden Versicherungsschutz abschließt, damit er bei einem Diebstahl oder Unfall den Neupreis erstattet bekommt. Anderenfalls droht ein erheblicher finanzieller Verlust. mehr...

(kunid) Nach Angaben der Statistik Austria wurden 2017 über 353.000 Pkws in Österreich neu zugelassen, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis für ein neues Auto liegt etwa bei rund ein bis drei Jahresgehältern eines Durchschnittsverdieners. Für viele Käufer wäre es daher schmerzlich, wenn sie zum Beispiel nach einem selbst verschuldeten Unfall für den Schaden am eigenen Fahrzeug selbst aufkommen müssten oder bei einem Totalschaden nur einen Teil des Kaufpreises erstattet bekämen.

Ein kurzer unaufmerksamer Moment genügt, um einen Unfall zu verursachen. Wer dabei sein Auto beschädigt, muss ohne den passenden Versicherungsschutz für den eigenen Schaden selbst aufkommen. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug gestohlen wurde oder der Unfallverursacher nicht zur Haftung herangezogen werden kann, beispielsweise, weil er unerkannt flüchtete.

Auch bei einem Schaden durch ein Naturereignis, wie bei einer Überschwemmung oder einem Sturm, bleibt der Pkw-Besitzer auf den Reparaturkosten sitzen, wenn er sich nicht dagegen abgesichert hat. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt nämlich nur für Schäden auf, die man mit dem versicherten Fahrzeug bei anderen verursacht hat. Außerdem lehnt sie unangemessene Schadensforderungen Dritter ab.

Wann eine Vollkasko-Versicherung sinnvoll ist

Grundsätzlich ist daher für jeden, der ein fabrikneues oder auch teures gebrauchtes Fahrzeug besitzt, oder der nach einem Totalschaden aus finanziellen Gründen kein vergleichbares Fahrzeug kaufen könnte, eine Vollkasko-Versicherung empfehlenswert. Diese leistet nämlich bei Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn sie vom Fahrer selbst fahrlässig verursacht wurden. Die Vollkasko leistet aber auch, wenn Dritte das Fahrzeug beschädigen, jedoch nicht zum Schadenersatz herangezogen werden können.

Zudem sind im Vollkasko-Schutz automatisch auch die in der Teilkasko-Versicherung abgesicherten Risiken wie Beschädigungen durch Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm, Überschwemmung, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch, Lawine, Schneedruck sowie durch einen Unfall mit Haarwild enthalten.

Zu beachten ist je nach gewähltem Kfz-Kaskotarif, ob und wann bei einem Totalschaden oder bei Verlust des Pkws durch Diebstahl entweder der Neuwert oder nur der Wiederbeschaffungswert erstattet wird. Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den ein Auto gleicher Art und Güte wie der versicherte Pkw zum Zeitpunkt des Schadens gehabt hätte, also der Marktwert eines gleichartigen Gebrauchtwagens.

Neuwert absichern

Da Neufahrzeuge oft innerhalb eines Jahres zwischen 20 und 25 Prozent und danach in der Regel jährlich nochmals rund zehn Prozent oder mehr an Wert verlieren, würde eine Marktwerterstattung insbesondere in den ersten zwei bis drei Jahren erhebliche finanzielle Einbußen gegenüber dem Neupreis bedeuten.

Wer einen fabrikneuen Wagen besitzt, sollte daher darauf achten, dass durch die Vollkasko-Versicherung bei einem Totalschaden wenigstens in den ersten Monaten der Erstzulassung der Neuwert erstattet wird. Je nach Vereinbarung wird dann beispielsweise der Neuwert nach einem Totalschaden oder im Falle eines Diebstahls, welcher sich bis zu sechs, zwölf oder 24 Monate nach dem Kauf ereignet, erstattet.

Im Rahmen einer Neuwertentschädigung kann je nach Versicherer auch vereinbart sein, dass bei einem Totalschaden nach dieser Zeit nicht der Wiederbeschaffungswert, sondern ein zeitabhängiger fester Prozentsatz des Kauf- oder Listenpreises erstattet wird. Je nach Vereinbarung ist es zum Beispiel möglich, dass der Pkw in den ersten sechs oder zwölf Monaten nach der Erstzulassung mit dem Neuwert abgesichert ist und danach bis zum 24. oder sogar 60. Monat zwischen 90 bis 55 Prozent des Kaufpreises bei einem Totalschaden bezahlt werden.


Nicht nur die Rezeptgebühr für Medikamente ist gestiegen

Seit dem Jahreswechsel müssen Patienten wieder mehr für ärztlich verschriebene Medikamente, Hilfsmittel und Heilbehelfe aus der eigenen Tasche bezahlen. mehr...

(kunid) Die meisten, die von ihrem Arzt ein rezeptpflichtiges Medikament, ein Hilfsmittel oder Heilbehelfe verordnet bekommen, müssen dafür einen gewissen Betrag oder Kostenanteil selbst tragen. Seit dem Jahreswechsel sind diese Ausgaben noch höher. Im Vergleich zu 2017 sind nämlich seit 1. Jänner 2018 die Rezeptgebühr für Medikamente um 2,6 Prozent und der Mindesteigenanteil für Heilbehelfe und Hilfsmittel um 3,0 Prozent gestiegen.

Krank sein kostet Geld – und das trotz gesetzlicher Krankenversicherung. Denn verschreibt ein Arzt ein Arzneimittel muss der gesetzlich Krankenversicherte pro Medikamentenpackung eine gesetzlich festgelegte Rezeptgebühr zahlen.

Zum 1. Jänner 2018 ist die Rezeptgebühr für ein verschriebenes rezeptpflichtiges Medikament von 5,85 Euro in 2017 um 2,6 Prozent auf 6,00 Euro gestiegen. Liegt der Gesamtpreis des Medikaments unter dem der Rezeptgebühr, ist maximal der Medikamentenpreis zu zahlen.

Mehrkosten für Hilfsmittel und Heilbehelfe

Für verordnete Hilfsmittel und Heilbehelfe wie Prothesen, Rollstühle, Brillen, Krücken, Hörgeräte, Bade- und Toilettenhilfen, Kompressionsstrümpfe und Inkontinenz-Artikel muss der Patient einen prozentualen Eigenanteil der Kosten, mindestens jedoch einen bestimmten Betrag selbst tragen. Je nach Krankenversicherungs-Träger kann eine Kostenübernahme für Hilfsmittel und Heilbehelfe, die nicht für eine medizinische Rehabilitation notwendig sind, auch auf einen Höchstbetrag beschränkt sein. Was darüber hinaus liegt, muss der Patient, wenn nichts anderes vereinbart ist, alleine tragen.

In der Regel beläuft sich der Eigenanteil für Patienten, die nach dem Allgemeinen Sozialversicherungs-Gesetz, dem Bauern-Sozialversicherungs-Gesetz oder dem Beamten-, Kranken- und Unfallversicherungs-Gesetz krankenversichert sind, auf zehn Prozent der Kosten. Für Versicherte im Rahmen des Gewerblichen Sozialversicherungs-Gesetzes beträgt der Selbstbehalt 20 Prozent der jeweils anfallenden Kosten.

Der Mindesteigenbeitrag je verordnetes Hilfsmittel und je verordneten Heilbehelf, bis zu dem gesetzlich Krankenversicherte die Kosten alleine tragen müssen, beträgt seit Jahreswechsel 34,20 Euro, 2017 waren es noch 33,20 Euro. Bei verordneten Brillen oder Kontaktlinsen beträgt die Mindestgrenze seit 1. Jänner 2018 102,60 Euro statt bisher 99,60 Euro. Kinder unter 15 Jahren, schwerbehinderte Kinder sowie Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, müssen keinen Eigenanteil für Hilfsmittel und Heilbehelfe bezahlen.

Ausnahmen, die von der Rezeptgebühr befreit sind

Auch bei den Rezeptgebühren gibt es Ausnahmen. So müssen Patienten, die bestimmte anzeigepflichtige übertragbare Krankheiten wie Aids, Hepatitis A bis E, Masern, Röteln und Salmonellenvergiftung haben, für ärztlich verschriebene Medikamente zur Behandlung der entsprechenden Krankheiten keine Rezeptgebühren bezahlen.

Eine Rezeptgebührenbefreiung besteht zudem für Zivildiener und deren Angehörige sowie für Asylwerber in der Bundesbetreuung und Bezieher von bestimmten Geldleistungen, die sie wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit erhalten. Darunter fallen zum Beispiel Pensionisten mit Anspruch auf Ausgleichszulage oder Bezieher einer Ergänzungszulage zu einem Ruhe- oder Versorgungsgenuss. Personen mit einem geringen Einkommen können sich auf Antrag beim zuständigen Krankenversicherungs-Träger von den Rezeptgebühren befreien lassen.

Die entsprechenden monatlichen Netto-Einkommensgrenzen haben sich zum Jahresanfang um 2,2 Prozent erhöht. Die Einkommensgrenze für Alleinstehende liegt nun bei 909,42 Euro und bei erhöhtem Medikamentenbedarf infolge eines Leidens bei 1.045,83 Euro. Bei Ehepaaren ist die Einkommensgrenze nun 1.363,52 Euro, bei erhöhtem Arzneimittelbedarf sind es 1.586,05 Euro. Je Kind, das bei einem Versicherten lebt und das selbst nicht mehr als 334,49 Euro Einkommen hat, erhöht sich die genannte Einkommensgrenze um jeweils 140,32 Euro.

Die Rezeptgebühren-Obergrenze

Zudem gibt es noch eine Ausnahmeregelung: Patienten, die während eines Kalenderjahres so viele Medikamente benötigen, dass die Höhe der dafür bezahlten Rezeptgebühren zwei Prozent ihres Jahresnettoeinkommens erreicht, müssen für alle weiteren Arzneimittel, die sie im laufenden Jahr brauchen, keine Rezeptgebühren mehr entrichten. Bei dieser Zwei-Prozent-Obergrenze je Versicherten werden auch die Rezeptgebühren, die von mitversicherten Angehörigen zu zahlen sind, mit eingerechnet. Die Einkünfte der mitversicherten Person spielen dabei keine Rolle.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungs-Träger verwaltet für jeden Versicherten ein Rezeptgebührenkonto, in welchem alle seine bezahlten Rezeptgebühren registriert werden. Sind die zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens erreicht, wird dies dem verschreibenden Arzt, der Ordinationshilfe und/oder dem Apotheker mittels der eCard (Bürgerkarte) des Versicherten automatisch angezeigt. Auf allen weiteren Rezepten des Patienten für das laufende Jahr wird der Arzt dann die Gebührenbefreiung vermerken.

Tipp: Die Internetapplikation Rezeptgebührenkonto gibt jedem Versicherten einen Überblick, wann seine Rezeptgebühren-Obergrenze erreicht ist. Übrigens, wer sich im Krankheitsfall vor zu hohen Kosten schützen will, kann sich mit einer privaten Krankenpolizze absichern. Neben einer freien Arzt- und Klinikwahl, einer Sonderklasse-Unterbringung im Spital und/oder einem Auslandskrankenschutz kann in solchen Polizzen oft auch die Übernahme von Mehrkosten für Medikamente, Heilbehelfe und alternative Behandlungen vereinbart werden.


Der beste Unfallschutz für Kinder in der eigenen Wohnung

In den eigenen vier Wänden gibt es oftmals viel mehr Gefahrenstellen für Kinder, als Eltern vermuten. Wie Eltern dieses Unfallrisiko minimieren können. mehr...

(kunid) Die meisten Unfallrisiken für Kinder in einer Wohnung sind in der Küche, im Bad und sogar im Kinderzimmer selbst, aber auch in den übrigen Räumen anzutreffen. Viele davon sind jedoch vermeidbar.

Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ereignen sich fast drei Viertel aller Kinderunfälle in den eigenen vier Wänden. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder lauern zu Hause zahlreiche Unfallgefahren.

Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass Babys oder Kleinkinder vom Wickeltisch stürzen oder die Treppe hinunterfallen, kleine Dinge verschlucken und daran ersticken, sich mit heißen Speisen oder Getränken verbrühen, die Hand am Herd verbrennen oder gar in der Badewanne ertrinken. Viele dieser Unfallrisiken sind jedoch vermeidbar.

Gegen Stürze und Stolperfallen

Eltern sollten zum Beispiel beim Wickeln immer eine Hand am Kind halten. Heiße Getränke wie Kaffee oder Tee sowie warme Mahlzeiten sind außer Reichweite eines Kleinkindes zu stellen, um Verbrühungen des Kindes durch ein versehentliches Umkippen der Tasse oder des Tellers zu vermeiden. Tischdecken bergen ebenfalls ein unnötig hohes Unfallrisiko, da kleine Kinder oftmals daran ziehen, und dadurch Dinge, die auf dem Tisch stehen, auf sie fallen könnten.

Babys und Kleinkinder sollten zudem niemals ohne Aufsicht in der Badewanne sitzen gelassen werden, denn kleine Kinder können selbst bei einer geringen Wassertiefe von rund zehn bis 30 Zentimetern ihren Kopf nicht eigenständig aus dem Wasser heben und dadurch ertrinken. Gefährliche Stürze können unter anderem durch Treppenschutzgitter an Treppen, spezielle Sicherheitsriegel an Fenstern sowie Schutzgitter an Etagenbetten verhindert werden.

Zudem ist es wichtig, Stolperfallen wie lose an Boden herumliegende Kabel zu vermeiden. Des Weiteren sollten alle Regale und/oder Schränke, an denen sich Kinder hochziehen und diese leicht zum Umfallen bringen könnten, an der Wand oder am Boden verankert sein. Eine Verletzungsgefahr bergen außerdem Möbel mit spitzen Ecken und Kanten. Aber auch Türen ohne Klemmschutz sowie kleine Zwischenräume bei Möbeln bergen die Gefahr, dass sich Kinder die Finger einklemmen.

Gefährliche Lampen im Kinderzimmer

Offenes Feuer wie zum Beispiel brennende Kerzen zählen zu den häufigsten Brandauslösern. Daher gilt es in der Umgebung von Kindern, Zündquellen zu vermeiden, das heißt, offenes Kerzenlicht hat in einem Kinderzimmer nichts verloren.

Aber auch Halogenleuchten können als Nachttisch- oder Kinderschreibtischlampe zur Brandgefahr werden. Sie erreichen eine Oberflächentemperatur von bis zu 400 Grad Celsius und können brennbare Materialien wie Papier oder Stoffe in Brand setzen. Laut Experten haben sichere Lampen für Kinderzimmer nicht mehr als 24 Volt.

In allen Haushalten gehören neben einem Feuerlöscher auch Rauchwarnmelder zu den bedeutendsten Schutzmaßnahmen. Rauchwarnmelder müssen laut Richtlinien des österreichischen Instituts für Bautechnik in allen Aufenthaltsräumen sowie in Gängen – mit Ausnahme der Küche – installiert werden. Kommt es zu einem Brand, warnt der Rauchmelder frühzeitig mit einem schrillen Alarmton und verschafft damit den Erwachsenen wichtige Zeit, Kinder aus der Gefahrenzone zu retten und die Feuerwehr zu rufen.

Kleine Dinge mit dramatischen Auswirkungen

Um Vergiftungen oder ein Ersticken zu vermeiden, haben verschluckbare Kleingegenstände wie Knöpfe, Heftklammern, Ringe, Münzen, Erbsen, Nüsse, aber auch giftige Pflanzen, Medikamente, Zigaretten, Alkohol und Putzmittel nichts in der Reichweite von Kleinkindern zu suchen. Ein hohes Erstickungsrisiko stellen zudem herumliegende Plastikeinkaufstüten, die ein Kind über den Kopf stülpen könnte, dar. Auch herunterhängende Schnüre, beispielsweise an Vorhängen oder Rollos, können für ein Kind schnell zur Strangulationsfalle werden und sind daher zu vermeiden.

Schutz vor teils tödlichen Stromunfällen bieten Kindersicherungen in jeder Steckdose und das Wegräumen von elektrischen Geräten. Küchengeräte wie Toaster, Mixer, Rührgeräte, Fritteuse, Wasserkocher und Kaffeemaschinen sind umgehend nach Gebrauch am besten so aufzubewahren, dass ein kleines Kind nicht versehentlich ein solches Gerät einschalten und sich daran verletzen oder verbrennen kann.

Um Verletzungen bei Kindern vorzubeugen, sollten auch gefährliche Dinge wie scharfe Messer, Scheren, lange Fleischgabeln oder Fleischklopfer nach dem Gebrauch für Kinder unerreichbar, zum Beispiel in eine gesicherte Schublade weggeräumt werden. Ein hohes Unfallrisiko birgt auch der Küchenherd, daher sollten die Herdplatten mit einem Herdschutzgitter gegen das Herunterziehen der Töpfe gesichert werden. Griffe und Stiele der beim Kochen verwendeten Töpfe und Pfannen sollten zudem nach hinten gedreht werden, damit kleine Kinder nicht daran ziehen können.

Mehr Sicherheit für Kinder

Weitere Expertentipps, Checklisten, Broschüren und Filme, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, enthalten die KFV-Webportale www.visionzero.at und www.bewusst-sicher-zuhause.at sowie der Webauftritt der deutschen Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Spezielle Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass sich ein Kind verletzt, enthält das Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (www.gesundheit.gv.at).

Trotz aller Vorsicht kann es jedoch immer – egal ob im oder außer Haus – zu einem Unfall kommen und das betreffende Kind sollte dann zumindest finanziell abgesichert sein. Eine private Vorsorge ist dazu besonders wichtig, da die gesetzliche Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung bei schweren Unfallfolgen wie einer dauerhaften Invalidität den künftigen Lebensunterhalt meist nicht ausreichend absichert. Eine gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Kindern zudem in der Regel nur bei Unfällen, die im Zusammenhang mit dem Schul- oder Kindergartenbesuch stehen.

Die meisten Unglücke ereignen sich jedoch in der Freizeit und da besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Im Gegensatz dazu bietet zum Beispiel eine private Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr Versicherungsschutz. Außerdem ist die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung, die im Invaliditätsfall vom Versicherer gezahlt werden, in einer solchen privaten Versicherungspolizze individuell wählbar.


Änderungen bei den Beiträgen zur Sozialversicherung

Seit 1. Jänner dieses Jahres gelten geänderte Werte, die bei der Beitragsberechnung der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung für die Erwerbstätigen und Dienstgeber eine Rolle spielen. Gutverdiener müssen mit höheren Beiträgen rechnen. mehr...

(kunid) 2018 sind alle Beitragssätze, die die Erwerbstätigen für die Sozialversicherungen zu entrichten haben, im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Dennoch müssen Erwerbstätige, die viel verdienen, unter anderem aufgrund der Erhöhung der Höchstbeitrags-Grundlagen in 2018 höhere Beiträge für die gesetzliche Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung entrichten als in 2017. Dagegen ist die Geringfügigkeitsgrenze, also die Einkommensgrenze ab der Erwerbstätige Sozialversicherungs-Beiträge entrichten müssen, gestiegen. Das heißt, Personen mit einem geringen Einkommen können in 2018 etwas mehr verdienen als noch im Vorjahr, ohne Sozialabgaben zahlen zu müssen.

Die Beitragssätze in der Sozialversicherung, also die Prozentsätze des jeweiligen Einkommens, die ein pflichtversicherter Erwerbstätiger für die gesetzliche Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und/oder Pensionsversicherung zu zahlen hat, sind in 2018 im Vergleich zu 2017 gleich geblieben.

Erhöht wurden jedoch die sogenannten Höchstbeitrags-Grundlagen, also die Einkommensgrenzen, aus der sich maximal die Sozialversicherungs-Beiträge berechnen. Angestiegen ist zudem die Geringfügigkeitsgrenze. Sie gibt an, bis zu welchem Einkommen Erwerbstätige sozialabgabenfrei bleiben.

Beitragssätze sind gleich geblieben

Alle Sozialversicherungs-Beitragssätze für Erwerbstätige sind im Vergleich zu 2017 gleich geblieben. So beträgt der Beitragssatz, der für die gesetzliche Krankenversicherung insgesamt zu zahlen ist, für alle Erwerbstätigen mit Ausnahme von Beamten weiterhin 7,65 Prozent ihres Einkommens. Die Angestellten und Arbeiter (Dienstnehmer) sowie die freien Dienstnehmer müssen 3,87 Prozent und deren Dienstgeber 3,78 Prozent zahlen.

Freiberufler, Gewerbetreibende, neue Selbstständige und Bauern (Betriebsführer eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes) müssen wie bisher komplett die 7,65 Prozent tragen. Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte beträgt weiterhin 7,635 Prozent – für den Dienstgeber 3,535 Prozent und für den Beamten selbst 4,1 Prozent.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pensionsversicherung für Arbeiter, Angestellte und freie Dienstnehmer bleibt wie in 2017 weiter bei 22,8 Prozent – 10,25 Prozent für den Dienstnehmer und 12,55 Prozent für den Dienstgeber. Bei Bergbaubeschäftigten sind es wie bisher 10,25 Prozent für den Dienstnehmer und 18,05 Prozent für den Dienstgeber, also insgesamt 28,3 Prozent. Wie letztes Jahr müssen Gewerbetreibende und neue Selbstständige für die gesetzliche Pensionsversicherung 18,5 Prozent, Freiberufler 20,0 Prozent und Bauern 17,0 Prozent entrichten.

Beiträge und Beitragssätze zur gesetzlichen Unfallversicherung

In der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Sozialversicherungs-Beiträge für Arbeiter, Angestellte, Beamte und/oder freien Dienstnehmer alleine vom Dienstgeber zu tragen. Der Beitragssatz für den Dienstgeber von Arbeitern, Angestellten und/oder freien Dienstnehmern beträgt 1,3 Prozent, der Beitragssatz für den Dienstgeber von Beamten 0,47 Prozent. Bei den Bauern sind es weiterhin 1,9 Prozent.

Von 9,33 Euro in 2017 auf 9,60 Euro in 2018 hat sich der monatliche Beitrag, den pflichtversicherte Gewerbetreibende, Freiberufler und neue Selbstständige für die gesetzliche Unfallversicherung pauschal, also unabhängig von ihrem Einkommen zahlen müssen, erhöht. Der Beitragssatz für die gesetzliche Arbeitslosen-Versicherung beträgt für Arbeiter, Angestellte, freie Dienstnehmer und Beamte insgesamt 6,0 Prozent, den die Dienstnehmer und Dienstgeber jeweils zur Hälfte, also jeweils 3,0 Prozent, entrichten müssen.

Für die Absicherung in der Sozialversicherung sind je nach beruflicher Tätigkeit unterschiedliche Gesetze entscheidend:

Geänderte Geringfügigkeitsgrenze

Eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pensionsversicherung besteht für Arbeitnehmer nur, wenn deren Einkommen über der sogenannten Geringfügigkeitsgrenze liegt. Die Geringfügigkeitsgrenze wurde von 425,70 Euro in 2017 auf 438,05 Euro Monatseinkommen ab 1. Jänner 2018 angehoben. Maßgebend ist das monatliche Bruttoentgelt.

Geringfügig Beschäftigte, also Arbeitnehmer, aber auch neue Selbstständige, die ein monatliches Einkommen haben, das nicht höher als die sogenannten Geringfügigkeitsgrenze ist, müssen keine Beiträge für gesetzliche Kranken- und Pensionsversicherung zahlen. Die gesetzliche Unfallversicherung besteht jedoch auch für geringfügig Beschäftigte, da die Beiträge der Dienstgeber zu zahlen hat.

Auch für neue Selbstständige spielt die Geringfügigkeitsgrenze eine wichtige Rolle, inwieweit eine Pflichtversicherung hinsichtlich der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung besteht. Umfassende Informationen für neue Selbstständige hierzu gibt es zum Download von der Sozialversicherungs-Anstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA).

Für gut verdienende Arbeitnehmer …

Prinzipiell werden die Sozialversicherungs-Beiträge nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe, der sogenannten Höchstbeitragsgrundlage, berechnet. Ist das Einkommen höher, wird der Betrag, der diesen Wert übersteigt, bei der Beitragsermittlung nicht herangezogen.

Zum Jahreswechsel ist die Höchstbeitrags-Grundlage für Arbeitnehmer deutlich gestiegen, nämlich von 4.980,00 Euro in 2017 auf nunmehr 5.130,00 Euro.

Bei Gehältern mit Sonderzahlungen sind es statt 9.960,00 Euro nun 10.260,00 Euro. Arbeitnehmer, deren Monatseinkommen höher ist als die Höchstbeitragsgrundlage, zahlen somit statt bisher maximal 703,18 Euro seit 2018 nun 724,26 Euro für die gesetzliche Kranken- und Pensionsversicherung – 21,18 Euro mehr als noch in 2017.

… und Selbstständige ist es seit Jahreswechsel teurer

Für freie Dienstnehmer, die Sonderzahlungen mit dem Dienstgeber vereinbart haben, ist die Höchstbeitragsgrundlage die gleiche wie für Arbeitnehmer. Sind keine Sonderzahlungen vereinbart, ist die Höchstbeitragsgrundlage diejenige, die für Freiberufler, Gewerbetreibende und neue Selbstständige in der gesetzlichen Kranken- und Pensionsversicherung gilt. Seit 2018 liegt dieser Wert bei 5.985,00 Euro, im Vorjahr waren es noch 5.810,00 Euro.

Dementsprechend müssen Gewerbetreibende und neue Selbstständige, deren Einkommen in 2018 über der Höchstbeitragsgrundlage liegt, im Vergleich zum Vorjahr 45,76 Euro im Monat mehr zahlen. In 2018 beträgt nämlich der Höchstbetrag für die gesetzliche Krankenversicherung monatlich 457,85 statt bisher 444,47 Euro und für die gesetzliche Pensionsversicherung 1.107,23 Euro statt wie in 2017 1.074,85 Euro.

Alle Freiberufler, die nach dem FSVG versicherungspflichtig sind, wie Ärzte, Apotheker und Anwälte mit Kammerzugehörigkeit, müssen ebenfalls maximal monatlich 457,85 statt bisher 444,47 Euro für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen. Bei der gesetzlichen Pensionsversicherung (Beitragssatz 20,00 Prozent) sind es maximal 1.197,00 Euro statt wie in 2017 1.162,00 Euro. Gut verdienende Freiberufler müssen damit mit monatlichen Mehrkosten von bis zu 48,38 Euro rechnen.


Mehr Geld vom Staat für die private Altersvorsorge

Der Staat fördert seit einigen Jahren die private Altersvorsorge in Form der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge. Für 2018 gibt es dazu einen höheren Zuschuss als noch in den letzten sechs Jahren. mehr...

(kunid) Rund 1,4 Millionen Bürger haben einen bestehenden Vertrag für eine sogenannte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge. Diese Vorsorgeform der Österreicher im Bereich der privaten Altersvorsorge wird vom Staat unter anderem durch einen jährlichen Zuschuss in prozentualer Abhängigkeit zur eingezahlten Prämie je Vertrag gefördert. Der maximale Zuschuss, den der Staat in 2018 zahlt, ist im Vergleich zu den Vorjahren seit 2012 weiter gestiegen.

Wer in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig ist also zum Beispiel jeder, der seinen Wohnsitz in Österreich hat, kann unabhängig seines Einkommens eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) in Anspruch nehmen. Sie wird derzeit in Form von Rentenversicherungen und Pensionsinvestmentfonds, die die gesetzlich vergebenen Kriterien der PZV einhalten, angeboten. So sind nur Verträge förderberechtigt, bei denen eine Garantie besteht, dass mindestens die eingezahlten Beträge inklusive der staatlichen Prämien bis zum Vertragsablauf erhalten bleiben.

Außerdem muss ein solcher Vertrag mindestens zehn Jahre laufen, sofern man bei Vertragsabschluss noch keine 50 Jahre alt ist. Eine vereinbarte Rentenauszahlung erfolgt als lebenslange garantierte Privatpension. Die staatliche Förderung erfolgt durch eine jährliche Zulage in prozentualer Abhängigkeit zur eingezahlten Prämie. Zudem gibt es steuerliche Vergünstigungen.

Steuervergünstigungen

Für PZV-Sparer gibt es nämlich Steuervergünstigungen in der Ansparphase und bei Vertragsablauf. Zum einen werden während der Ansparphase keine Versicherungssteuer auf die eingezahlten Prämien, keine Kapitalertrag- und Vermögenszuwachssteuer auf die Erträge sowie keine Einkommensteuer auf die Rentenauszahlung erhoben.

Das im PZV-Vertrag angesammelte Kapital, die vom Staat gezahlte Förderung und die damit erreichten Erträge sind, wenn eine Rentenzahlung nach Vertragsablauf vereinbart wurde, somit steuerfrei.

Prozentuale …

Die staatliche Förderung in Form der jährlichen Zulage ist ein festgelegter prozentualer Anteil der geleisteten Prämie. „Die staatliche Prämie berechnet sich nach einem Prozentsatz der im jeweiligen Kalenderjahr geleisteten Beiträge, dieser Prozentsatz beträgt seit 2012 mindestens 4,25 Prozent und höchstens 6,75 Prozent. Der jeweils für ein Kalenderjahr festgesetzte Prozentsatz ist von der Entwicklung des Zinsniveaus auf den Kapitalmärkten abhängig und wird analog zur Bausparprämie berechnet“, so die Erklärung des Bundesministeriums für Finanzen (BMF).

Laut BMF beträgt der Prozentsatz zur Berechnung der maximalen vom Staat bezahlten Prämie in 2018 4,25 Prozent und bleibt damit seit dem Jahr 2012 gleich. Im Detail setzt sich die Förderhöhe gemäß Paragraf 108g EStG (Einkommensteuergesetz) aus 2,75 Prozent zuzüglich des ermittelten Prozentsatzes für die staatliche Bausparprämie, die auch in diesem Jahr weiterhin bei 1,5 Prozent liegt, zusammen. Konkret zahlt der Staat für 2018 somit 4,25 Prozent der vom Versicherungskunden eingezahlten Jahresprämie zusätzlich in den Vertrag als Zulage mit ein.

… und maximale Förderhöhe

Gefördert wird dabei höchstens eine Jahresprämie von maximal 1,53 Prozent des 36-Fachen der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage der Sozialversicherungen – 2017 lag die Höchstbeitragsgrundlage bei 4.980,00 Euro, seit 2018 sind es nun 5.130,00 Euro. Damit ergibt sich eine maximale Jahresprämie, aus der sich die Förderzulage des Staates für das Jahr 2018 errechnet, von 2.825,60 Euro – 2017 waren es noch 2.742,98 Euro.

Die maximale staatliche Zulage beziehungsweise staatliche Prämie beträgt für 2018 somit 120,09 Euro (4,25 Prozent von 2.825,60 Euro), sofern der PVZ-Sparer in diesem Jahr mindestens 2.825,60 Euro in den Vertrag einzahlt. Das ist seit 2012 der höchste Wert. Fragen zur staatlichen Förderung und der individuell passenden Auswahl der Altersvorsorgeform beantwortet auf Wunsch ein Versicherungsfachmann.


Ernst Krusch  |  Versicherungsmakler & staatlich geprüfter Vermögensberater
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