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Welche Länder sind besser gegen Pandemien gewappnet?

(kunid) Creditreform hat die „Widerstandsfähigkeit“ 28 europäischer Länder in Bezug auf Pandemien verglichen. Die Analyse sieht Österreich in Summe besser aufgestellt als die meisten anderen Staaten der Union. Am besten liegen Luxemburg, Deutschland und Dänemark. Am verletzlichsten sind laut der Studie Italien, Malta, Kroatien und Griechenland.

Auch in der Pandemie geht es uns allen ähnlich: Wir lugen über die Hecke: Hat der Nachbar schönere Blumen? Ist das Gras grüner? Hat er den Rasen schon gemäht? Und so vergleichen wir uns auch in der Pandemie mit unseren Nachbarn: Wie gehen die eigentlich mit dem Virus um?

Pandemic Vulnerability Index, kurz PVI, heißt folglich ein Index, den die Creditreform nun neu entwickelt hat.

Der Index soll die strukturelle Pandemie-Anfälligkeit der 27 EU-Länder und des Vereinigten Königreichs messen und eine Aussage über die ökonomische, gesundheitliche und gesellschaftliche Anfälligkeit bei einem derartigen Ausbruch treffen.

Fünf Komponenten

Der PVI fußt auf fünf Faktoren: Wirtschaftsstruktur (Außenhandelsverflechtung, Beitrag des Tourismus zum BIP usw.), Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem, Bevölkerung (Dichte, „Alter“) und Kapazitäten für mobiles Arbeiten (Breitbandzugang, digitale Kompetenzen usw.).

Ergebnis ist für jedes Land ein Indexwert, der sich auf einer Skala im Bereich von –0,65 befinden kann. Der Wert –0,65 steht dabei für das in puncto Pandemie-Anfälligkeit widerstandsfähigste Land, der Wert von +0,65 für das verletzlichste.

Creditreform betont dabei: Das Ranking bildet die relative Verwundbarkeit gegenüber Pandemien ab.

Österreich liegt im Vergleich gut

In der nun veröffentlichten Untersuchung schneidet Luxemburg (–0,65) am besten ab, gefolgt von Deutschland und Dänemark (jeweils –0,57) und Schweden (–0,31).

Österreich teilt sich mit Großbritannien Platz fünf und kommt auf einen PVI von –0,30. Vor allem der Arbeitsmarkt (–0,57) und das Gesundheitssystem (–0,46) Österreichs liegen demnach im Vergleich mit den anderen 27 gut; den schwächsten Wert erreichen wir im Bereich Wirtschaftsstruktur (–0,08).

Signifikante Abweichung nach oben und unten

In einzelnen Teilbereichen weisen einzelne Länder teils signifikante Abweichungen auf, in positiver wie in negativer Hinsicht.

So bescheinigt die Studie beispielsweise Deutschland im Vergleich mit den anderen 27 eine besonders gute Ausgangslage, den Niederlanden etwa in Sachen mobiles Arbeiten oder Irland in Bezug auf seine Bevölkerung.

Eine im Ländervergleich große Angriffsfläche haben laut der Tabelle hingegen zum Beispiel Malta hinsichtlich des Aspekts Bevölkerung, Griechenland und Italien hinsichtlich des Arbeitsmarktes oder Bulgarien und Rumänien hinsichtlich des mobilen Arbeitens.

Bleibt uns zuletzt noch zu wünschen, dass wir alle gut durch die Krise kommen mögen!

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