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Das sind die Risiken, die uns nach Corona beschäftigen werden

(kunid) Das Swiss Re Institute hat über mögliche Zukunftsrisiken nachgedacht. Zu jenen mit den größten Auswirkungen zählt sie Cybersicherheit, Ungleichgewichte zwischen den Generationen und die CO2-Problematik. Die Themenfelder reichen aber auch von Lieferunterbrechungen bei Medikamenten bis zu „smartem Staub“.

Weil es ja auch ein „Leben nach Corona“ geben wird, dürfen wir uns schon jetzt mit den Risiken beschäftigen, die „danach“ auf uns zukommen werden. So veröffentlichte das Swiss Re Institute (SRI) eine aktuelle Analyse, in der es einen Blick auf Risiken wirft, die sich nunmehr verstärken könnten.

Der „Sonar“-Bericht identifiziert 14 Risiken und teilt sie nach dem Zeithorizont ihres Auftretens und der Schwere ihrer Auswirkungen ein.

Drei dieser Risiken haben nach Einschätzung der Studienautoren das Potenzial, weitgehende Auswirkungen zu entfalten, zwei davon bereits in nächster Zukunft, sprich innerhalb von drei Jahren.

Erhöhte Cyberrisiken, Ungleichgewichte zwischen Generationen

Das eine betrifft Cybersicherheit: Zunehmende System- und Netzwerk-Komplexität lassen Cyberrisiken steigen und Haftungsfragen virulent werden.

Cyberzwischenfälle können zu Fehlfunktionen an Maschinen und zu Betriebsunterbrechungen führen. Im Zusammenhang mit autonomem Fahren oder gesundheitskritischen Geräten können Unfälle, ja Todesfälle die Folge sein.

Das andere betrifft Ungleichgewichte zwischen den Generationen. Der Bericht erinnert daran, dass die Finanzkrise erst rund ein Jahrzehnt her ist, nun verschärft Corona langfristige strukturelle Probleme. Und: Ein „Japan-Szenario“ – der demografische Wandel hin zu einer überalterten Gesellschaft – hätte signifikante negative Auswirkungen auf die Pensionssysteme.

Bei den Betroffenen können aus diesen Risiken ein Verlust des Vertrauens in Regierungen resultieren – es könnte sich aber auch ein riskanteres Anlageverhalten entwickeln, ja sogar Unruhen sind denkbar.

CO2-Entfernung und Emissionsneutralität

Den dritten Bereich, der potenziell tiefgreifende Effekte entfaltet, siedelt der Bericht in einem Zeithorizont oberhalb von drei Jahren an.

Hier geht es um die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre und dessen Speicherung. Damit verbundene Technologien, Einrichtungen und Dienste können unter anderem neue Risiken schaffen.

Zugleich betont der Bericht, wie notwendig das Ziel der Emissionsneutralität ist. Diese zu verfehlen, ist weit kostspieliger, als die Anstrengungen, es zu erreichen.

Nach Covid-19 „müssen sich der öffentliche und der private Sektor sowohl auf die globale Gesundheit als auch auf den Klimawandel konzentrieren“, folgert Patrick Raaflaub, Group Chief Risk Officer von Swiss Re.

Mögliche weitere Risikobereiche

Den anderen Risikofeldern schreibt die Analyse mittlere oder geringe Auswirkungen zu. Zu den eher kurzfristig relevanten Themen zählen etwa Lieferunterbrechungen im pharmazeutischen Bereich, Batteriebrände sowie Fragen der Produkthaftung im Zusammenhang mit der Ausbreitung „smarter“ Geräte.

Als mögliche kommende Risikofelder werden aber auch ins Treffen geführt: mögliche Risiken durch E-Zigaretten, eine zunehmende Problematik in Bezug auf die mentale Gesundheit junger Menschen, aber auch Sicherheitsrisiken von Wasserstoff-Brennstoffzellen, sowie der „smarte Staub“ mikro-elektromechanischer Geräte zur Datenerfassung.

Aufgezeigt werden zudem mögliche „Deepfakes“ – das sind mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte „Falsche Identitäten“: die Stichworte sind hier Fehlinformationen und Stimmungsmache.

Diese aktuelle Analyse des Swiss Re Institute versteht sich als Anregung für einen Risikodialog und soll dazu dienen, das Risikobewusstsein in der Gesellschaft zu fördern. Wie sicher fühlen Sie sich? Wollen Sie wirklich auf Nummer sicher gehen: Fragen Sie gleich Ihren Berater!

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