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„Fondsgebundene“ Produkte waren im Schnitt rentabler als „Klassiker“

(kunid) Sehr interessant ist ein neuer Bericht der EU-Aufsicht Eiopa: Fondsgebundene Produkte haben durchschnittlich besser performt als hybride oder klassische mit Gewinnbeteiligung.

Trotz der Pandemie funktionieren die Versicherungs- und Pensionsvorsorgemärkte gut. Das stellt die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) in einem kürzlich erschienen Bericht fest.

Der Bericht nimmt dabei Versicherungsanlageprodukte, Produkte der „persönlichen Pensionsvorsorge“ („PPP“) sowie Produkte der betrieblichen Altersvorsorge unter die Lupe.

Er stützt sich unter anderem auf Daten, die zu über 760 Versicherungsanlageprodukten von 160 Anbietern – die für 60 % der Bruttoprämien im Europäischen Wirtschaftsraum stehen – eingegangen sind, sowie auf mehr als 200 PPPs.

Aus Österreich wurden 33 fondsgebundene, 21 Hybrid und sechs Gewinnbeteiligungsprodukte in die Betrachtung aufgenommen.

Fondsgebundene performten besser als Klassiker

Versicherungsanlageprodukte boten dem zufolge stetig positive Ergebnisse, wobei fondsgebundene Produkte trotz höherer Kosten Hybrid- und Gewinnbeteiligungsprodukte übertrafen. Die folgenden Zahlen sind gewichtete Durchschnittswerte, die Gewichtung basiert auf den Produkt-Bruttoprämien.

Die Nettorendite im fondsgebundenen Segment beziffert die Eiopa für das Jahr 2020 mit 6,0 % (Österreich: 3), jene von Hybriden mit 2,0 % (Österreich: –1) und jene von Gewinnbeteiligungsprodukten mit 1,4 % (Österreich: 1,0).

Für den fondsgebundenen Bereich bedeutet dies zum einen eine Normalisierung gegenüber einer Hochphase 2019, zum anderen eine Erholung vom Tief 2018.

Im Fünfjahreszeitraum 2016 bis 2020 belief sich die gewichtete durchschnittliche jährliche Wachstumsrate im fondsgebundenen Segment auf 4,7 % (Österreich: 3 %), bei Hybriden auf 2,5 % (Österreich: 1 %) und in der Kategorie Gewinnbeteiligung auf 1,7 % (Österreich: 0,8 %).

Große Performance-Bandbreite

Freilich gibt es innerhalb der fondsgebundenen Palette je nach Risikoklasse beträchtliche Unterschiede. In den höheren Klassen konnten in der Fünfjahresbetrachtung im Schnitt 10 bis 13 % pro Jahr erzielt werden.

Dagegen waren die Renditen in den unteren Klassen zeitweise negativ: Sie rangierten zwischen –1 und 1 %, womit sich nach Ansicht der Eiopa bei solchen Produkten die Frage nach der Kosten-Nutzen-Rechnung stellt.

Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

Für die österreichische prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge hat der Bericht ebenfalls Zahlen parat. Er unterscheidet dabei zwischen Varianten, die „fondsgebundenen Produkten ähnlich sind“ und solchen, die traditionellen Gewinnbeteiligungsprodukten ähneln.

Die Auswertung für die erste Kategorie basiert auf der Analyse von sieben Produkten. Hier wurde für 2020 eine durchschnittliche Rendite von –5,3 % eruiert. Der Fünfjahresschnitt für 2016 bis 2020 ist aber mit jährlichen 4,3 % positiv.

In der zweiten, „gewinnbeteiligungsähnlichen“ Kategorie wurden acht Produkte untersucht. Sowohl 2020 als auch im Fünfjahreszeitraum gibt der Bericht hier einen Wert von 0,8 % an.

„Überperformende“ Nachhaltige

Auch des Themas Nachhaltigkeit hat sich die Eiopa angenommen: ESG-orientierte Produkte konnten laut der Behörde mit einer „starken Performance“ aufwarten. Die Analyse zeige hier im Vergleich mit den anderen Versicherungsanlageprodukten eine „klare Über-Performance“.

In jedem Fall gilt: Besprechen Sie sich mit Ihrem Berater – er findet mit Ihnen die bestmögliche Vorsorge.

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