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Österreicher haben bei Finanzbildung aufgeholt

(kunid) Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat sich mit dem Finanzwissen und -verhalten der Österreicher beschäftigt. Ein erfreuliches Ergebnis: Gegenüber der vorhergehenden Studie ist eine „signifikante Verbesserung beim Finanzwissen festzustellen“. Auch Frauen haben gegenüber Männern aufgeholt. Die Generation der Unter-38-Jährigen zeigt sich weniger informiert, dafür aber risikofreudiger.

Wie ist es um die Finanzbildung der Österreicher bestellt? Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat dazu eine repräsentative Umfrage durchgeführt.

Abgefragt wurden Wissen, Einstellung und Verhalten rund um das Thema Finanz.

Zusammen ergeben diese den „Finanzbildungsindex“.

Die Ergebnisse im Detail

Mehr als die Hälfte aller Befragten hat alle oder nahezu alle Wissensfragen richtig beantwortet. Immerhin 15 % haben aber auf weniger als vier Fragen die richtige Antwort gewusst: Dies ist deshalb bedenklich, weil die abgefragten Konzepte für alltägliche Finanzgeschäfte relevant sind. Problematisch ist auch das fehlende Bewusstsein bezüglich der Wissenslücken.

Aus der Studie ist nämlich eine Neigung zur Überschätzung des eigenen Finanzwissens abzuleiten. Besonders bedenklich ist der hohe Anteil jener Befragten, die weniger als drei richtige Antworten gaben, ihr Finanzwissen aber als „eher“ oder „sehr“ gut einschätzen.

Richtig beantwortet worden sind vor allem einfache Fragen, wie jene zum Zusammenhang zwischen Risiko und Ertrag oder zur Inflation. Die meisten Schwierigkeiten haben den Studienteilnehmern Fragen zur Risikostreuung oder zu Zinseszinsen bereitet.

Deutliche Verbesserungen

Während bei der vorhergehenden Studie aus dem Jahr 2014 nur 19 % aller Befragten alle sieben vorgegebenen Fragen richtig beantworten konnten, waren es bei der nun vorliegenden Studie schon 28 %.

Vor allem Frauen haben ihren Wissensstand deutlich verbessert, so die OeNB.

Ebenso hat es Verbesserungen in allen Bildungsniveaus und Altersgruppen gegeben. Männer schneiden zwar immer noch besser als Frauen ab, der Abstand hat sich gegenüber der letzten Studie aber reduziert.

Österreicher: vorsichtig und vorausschauend

Insgesamt agiert die österreichische Bevölkerung in Finanzfragen „recht vorsichtig und vorausschauend“. Frauen schneiden bei den Einstellungen zu Geld und Finanzen signifikant besser ab als Männer, auch beim Finanzverhalten weisen sie einen höheren Indexwert auf.

Die Menschen wissen, dass sie ausgeborgtes Geld zurückzahlen müssen, bezahlen Rechnungen pünktlich, haben ihre finanziellen Angelegenheiten im Blick und überlegen vor einem Kauf, ob sie sich das auch leisten können, so einige Ergebnisse der Studie.

Grundsätzlich besteht großes Vertrauen in das heimische Finanzsystem. Die meisten Befragten wissen, dass sie von Finanzdienstleistern fair behandelt werden.

Millennials sind risikofreudiger

Die Finanzbildungsergebnisse sind nach Altersgruppen „recht gleichmäßig verteilt“. Millennials – die Gruppe der 15- bis 38-Jährigen – unterscheidet sich allerdings in einigen Punkten von anderen Altersgruppen.

Insbesondere „junge Millennials“ (15 bis 28 Jahre) erreichen in allen drei Kategorien (Wissen, Verhalten, Einstellungen) die niedrigsten Werte. Sie haben noch nicht allzu viel Erfahrung mit Finanzprodukten und wirtschaftlichen Angelegenheiten sammeln können, heißt es dazu in der Studie.

Darüber hinaus zeigt sich, dass Millennials risikofreudiger und weniger vorausschauend handeln als andere Altersgruppen. Zwar sind sie mit höherer Wahrscheinlichkeit Nutzer neuer Finanztechnologien, dies hilft ihnen aber nicht zwangsläufig dabei, ihre Finanzen im Griff zu haben.

In diesem Sinne: Schauen Sie auf Ihr Geld – und sollten Sie Fragen, Veränderungswünsche oder Ziele haben: Ihr Berater weiß Bescheid. Er unterstützt Sie in allen finanziellen Belangen.

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