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„Steuerreform vergisst auf Altersvorsorge vollkommen“

(kunid) Der Fachverband der Pensionskassen vermisst in der aktuellen Steuerreform Anreize für die Altersvorsorge. Er plädiert für eine Anlageform, in der steuerbegünstigt eigene Beiträge für die Betriebspension eingezahlt werden können, wenn das Kapital nachhaltig investiert wird.

Pensionsexperten kritisieren: Für die Koalition dürfte die Förderung von Instrumenten der privaten (Alters-)Vorsorge in der aktuellen Steuerreform kein Schwerpunkt gewesen sein. Schauen wir aber auch auf die betriebliche Altersvorsorge.

„Sicherlich ist das ein erster wichtiger Schritt für Österreich in Richtung Nachhaltigkeit“ – so beurteilt Andreas Zakostelsky, der Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, die kürzlich vorgestellte Steuerreform.

„Aber den großen Bereich der Altersvorsorge hat man bislang scheinbar vollkommen vergessen“, fährt Zakostelsky fort. Er verweist auf eine Umfrage, wonach sich „88 % unserer befragten Kunden für verstärkte Investitionen in umweltfreundlichere Bereiche für die Zeit nach der Corona-Krise“ ausgesprochen haben. „Das wollen wir durch steuerliche Begünstigungen von grünen Anlagen erreichen.“

Bis zu 40 Milliarden Euro nachhaltige VeranlagungDie österreichischen Pensions- und Vorsorgekassen veranlagen aktuell rund 40 Milliarden Euro „und setzen vermehrt auf nachhaltige Investitionen“.

Der Fachverband der Pensionskassen fordert folglich „Gesetzesänderungen, um die Pensionsvorsorge noch weiter Richtung Nachhaltigkeit zu steuern“. Um das Potenzial nachhaltiger Veranlagung auszuschöpfen, solle eine Anlageform auf Basis einkommensteuerbefreiter Eigenbeiträge eingeführt werden.

Begünstigte einer betrieblichen Zusatzpension bekämen so die Möglichkeit, steuerbegünstigt eigene Beiträge in die betriebliche Pension einzuzahlen, wenn eine nachhaltige Anlageform gewählt wird, erläutert der Fachverband. Gleichzeitig würde automatisch auch der Beitrag des Dienstgebers in eine solche grüne Anlageform übertragen.

„Doppelte Dividende“

Damit käme es zu einer „substanziellen Veränderung des investierten Kapitals hin zu grünen bzw. nachhaltigen Investitionen“, argumentiert der Fachverband.

„Die grüne Pensionsvorsorge würde – neben den positiven Effekten auf die Vorsorge – zu einer ‚doppelten Dividende‘ führen: zu einem positiven Nettoeffekt auf die Wirtschaftsleistung und einem zu positiven Umwelteffekt“, so Zakostelsky abschließend.

In jedem Fall empfiehlt sich: Denken Sie rechtzeitig an Ihre persönliche Vorsorge! Sprechen Sie daher in jedem Fall auch mit Ihrem Berater über dieses Zukunftsthema.

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